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Für den Protagonisten von „Der Seminarist“ verursacht das Töten keine Gewissensbisse, aber auch kein Vergnügen.
Es ist einfach sein Job, der es ihm erlaubt, sich dem zu widmen, was er wirklich liebt: Bücher, Filme und Frauen. Es ist ihm egal, wer eliminiert wird, er liest nicht einmal die Zeitungen des nächsten Tages.
Als er jedoch beschließt, seinen Beruf aufzugeben, muss er feststellen, dass er nicht so immun gegen die Auswirkungen seiner Arbeit und seiner Entscheidungen ist, wie er dachte, und er muss sich den Geistern einer Vergangenheit stellen, die er überwunden zu haben glaubte. In seinem elften Roman beweist Rubem Fonseca einmal mehr, dass er einer der Meister der brasilianischen Erzählkunst ist, prägnant und intensiv, fähig, die Spannung auf jeder Seite zu halten.