Bewertung:

Omega Farm ist ein ergreifender Erinnerungsroman von Martha McPhee, in dem sie ihre Erfahrungen bei der Pflege ihrer an Alzheimer erkrankten Mutter während der COVID-19-Pandemie beschreibt und die Themen Familie, Erinnerung und Verlust mit der Bewirtschaftung des Bauernhofs ihrer Kindheit verbindet. Die Erzählung ist reich an emotionaler Tiefe und Metaphern, die die Verflechtung von Natur und persönlichem Trauma beleuchten.
Vorteile:Die Memoiren sind wunderschön geschrieben, emotional mitreißend und bieten tiefe Einblicke in komplexe Familiendynamiken, die Auswirkungen von Traumata und den Prozess der Heilung. Viele Leser lobten McPhees meisterhafte Erzählweise und ihre Fähigkeit, persönliche Erfahrungen mit allgemeineren Themen zu verbinden. Besonders hervorgehoben wurden die anschaulichen Beschreibungen der Familienfarm und der Kämpfe bei der Pflege eines kranken Elternteils. Das Buch regte die Leser dazu an, über ihre eigenen Erfahrungen und Gefühle nachzudenken.
Nachteile:Einige Leser empfanden die Memoiren als repetitiv und selbstverliebt, insbesondere im Hinblick auf die ausführlichen Diskussionen über Forstwirtschaft und Umweltmanagement, die in einem persönlichen Memoir unerwartet waren. Einige Rezensenten konnten sich mit dem Stil der Autorin nicht anfreunden oder fanden die Themen zu politisch aufgeladen, was das Leseerlebnis beeinträchtigte. Außerdem fanden einige das Buch in Teilen weniger fesselnd oder relevant für ihre Erwartungen.
(basierend auf 18 Leserbewertungen)
Omega Farm: A Memoir
Die lang erwarteten Memoiren einer preisgekrönten Autorin - ein offener, fesselnder Bericht über ihre komplizierte, bohèmehafte Kindheit und ihre Rückkehr nach Hause, um ihre kranke Mutter zu pflegen.
Im März 2020 macht sich Martha McPhee mit ihrem Mann und ihren beiden fast erwachsenen Kindern auf den Weg in das Haus ihrer Kindheit in New Jersey, wo sie sich gleichzeitig mit einer Mutter, die in schwere Demenz abrutscht, und einem Haus, das in letzter Zeit vernachlässigt wurde, auseinandersetzen muss. Während Martha sich um die Pflege ihrer Mutter und das weitläufige, baufällige Grundstück kümmert - ein kaputtes Abwassersystem, invasiver Bambus, absterbende Eschen -, wird sie fast gegen ihren Willen in ihre Kindheit zurückversetzt.
Martha wuchs auf der Omega-Farm mit ihren vier Schwestern, fünf Stiefgeschwistern, ihrer Mutter und ihrem Stiefvater auf, in einem Haus voller Kunst, Menschen und einem Chaos, das manchmal wohlwollend, manchmal eher unheimlich war. Während sie sich um ihre Mutter und ihre Kinder kümmert und darum kämpft, den Wald zu flicken, setzt sich die Vergangenheit unerbittlich durch - selbst als Marthas Mutter, die Person, mit der sie ihre Erinnerungen teilen oder sogar versuchen könnte, sie zur Rechenschaft zu ziehen, nicht mehr weiß, wer Martha ist.
Die Omega-Farm ist eine meisterhafte Erforschung eines komplizierten Familienerbes und eine kraftvolle Geschichte über die Wiederherstellung der Umwelt und der eigenen Person. Sie ist ein Zeugnis der Hoffnung im Angesicht des Leids und eine mutige Geschichte darüber, wie die Rückkehr in die Heimat einen neuen Weg zum Verständnis der Vergangenheit eröffnen kann.