Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 38 Stimmen.
Ontological Terror: Blackness, Nihilism, and Emancipation
In Ontological Terror greift Calvin L. Warren in den Afro-Pessimismus, die Heideggersche Metaphysik und die schwarze humanistische Philosophie ein, indem er die These aufstellt, dass die "Negerfrage" eng mit Fragen des Seins verwoben ist.
Warren verwendet die Figur des freien Schwarzen aus der Vorkriegszeit als philosophisches Paradigma, um die Spannungen zwischen Schwarzsein und Sein zu durchdenken. Er veranschaulicht, wie Schwarze ein metaphysisches Nichts verkörpern. Dieses Nichts dient als destabilisierende Präsenz und Kraft sowie als das, wogegen sich das Weißsein definiert.
Die Funktion des Schwarzseins, dem Nichts eine Form zu geben, stellt somit ein erschreckendes Problem für die Weißen dar: Sie brauchen die Schwarzen, um ihre Existenz zu bestätigen, auch wenn sie das Nichts, das sie repräsentieren, verachten. Indem er darauf hinweist, dass jeglicher Humanismus darauf beruht, Schwarzsein mit Nicht-Sein zu verbinden - eine Logik, die antischwarze Gewalt reproduziert und jegliche Verwirklichung von Gleichheit, Gerechtigkeit und Anerkennung für Schwarze ausschließt -, drängt Warren darauf, den Menschen von seinem metaphysischen Sockel zu stürzen und Wege des Seins zu erforschen, die nicht auf einer Grundierung im Sein beruhen.