
Palaces and Power in the Americas: From Peru to the Northwest Coast
Die alten amerikanischen Paläste faszinieren noch immer jeden, der vor ihnen steht. Selbst in ihrem verfallenen und ruinierten Zustand strahlen die Paläste eine solche Macht aus, dass sie nach Ansicht der Herausgeber dieser neuen Sammlung bewusst in ihre formale Gestaltung, ihre Raumaufteilung und die Wahl ihrer Standorte eingeflossen sein muss. Solche Botschaften unterschieden die Paläste von anderer elitärer Architektur und unterstrichen die Macht und das Privileg derjenigen, die in ihnen wohnten. Wie Christie und Sarro schreiben, ist "die Beziehung zwischen politischer Macht und Architektur ein allgegenwärtiges und faszinierendes Thema in Amerika".
Angesichts der Vielfalt der untersuchten Kulturen, Zeiträume und geografischen Orte haben die Herausgeber dieses Buches die Artikel in vier Abschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt befasst sich mit Palästen in Kulturen, in denen sie bisher nicht identifiziert wurden, darunter die Huaca der Moche-Stätte, die Wari in Peru und der Chaco Canyon im Südwesten der USA. Der zweite Teil behandelt Paläste als "Bühnenbilder", die Macht zum Ausdruck bringen, wie sie bei den Maya, bei den Coast Salish im pazifischen Nordwesten und in El Tajn an der mexikanischen Golfküste zu finden sind. Im dritten Teil des Bandes werden Beispiele aus Pasado de la Amada, dem Tal von Oaxaca, Teotihuacan und den Azteken vorgestellt, in denen Unterschiede in den Residenzen der Eliten auf Unterschiede im sozialen Status schließen lassen. Im letzten Abschnitt werden die architektonischen Strategien der verschiedenen Kulturen verglichen.
Die Modelle sind hier Farfn, Peru, sowohl unter den Chim als auch unter den Inka, und die getrennten Staaten der Maya und der Inka.
Dieser Umfang und die Qualität der wissenschaftlichen Arbeit machen Palaces and Power in the Americas zu einem unverzichtbaren Werk zu diesem Thema.