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Palestine Is Throwing a Party and the Whole World Is Invited: Capital and State Building in the West Bank
Im Jahr 2008 lud der palästinensische Premierminister Salam Fayyad internationale Investoren zur allerersten Palästina-Investitionskonferenz ein, die den Prozess der Integration Palästinas in die Weltwirtschaft in Gang bringen sollte. Oder wie Fayyad die Konferenz beschrieb: Palästina "schmeißt eine Party, und die ganze Welt ist eingeladen".
In diesem Buch untersucht Kareem Rabie, wie die Konferenz und Fayyads Rhetorik eine umfassendere Veränderung der wirtschaftlichen und politischen Praxis darstellten, die die palästinensische Politik auf staatlicher Ebene eher auf die neoliberale Globalisierung als auf eine diplomatische Zweistaatenlösung ausrichtete. Rabie zeigt, dass sich private Unternehmen, internationale Hilfsorganisationen und die palästinensische Regierung im Westjordanland auf den groß angelegten privaten Wohnungsbau konzentrierten, um die wirtschaftliche Stabilität des Staates und den Aufbau eines Marktes zu fördern.
Dieser Ansatz spiegelte die Überzeugung wider, dass eine florierende Privatwirtschaft zu einem freien und funktionierenden palästinensischen Staat führen würde. Wie Rabie jedoch feststellt, haben diese investitionsbasierten Maßnahmen den Status quo der Besatzung und die untergeordneten und aufgeschobenen politischen Wirtschaftsbeziehungen Palästinas zu Israel aufrechterhalten.