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Panepiphanal World: James Joyce's Epiphanies
Panepiphanal World ist die erste eingehende Studie über die vierzig kurzen Texte, die James Joyce "Epiphanien" nannte. Diese Texte, die zwischen 1901 und 1904, also zu Beginn von Joyce' schriftstellerischer Laufbahn, entstanden, werden oft als Jugendwerke abgetan.
Sangam MacDuff argumentiert, dass die Epiphanien ein wichtiger Ausgangspunkt für Joyces gesamtes Werk sind, und zeigt, wie sie die Struktur, den Stil und die Sprache seiner späteren Schriften geprägt haben. MacDuff geht der Art und Weise nach, wie Joyce die Epiphanien in Dubliners, A Portrait of the Artist as a Young Man, Ulysses und Finnegans Wake einbaut, und beschreibt die bestimmenden Merkmale der Epiphanien - Schweigen und Wiederholung, Materialität und Reflexivität - als eine Reihe von wiederkehrenden und miteinander verbundenen Spannungen in der Entwicklung von Joyces Werk. MacDuff verwendet neues Archivmaterial, darunter ein neues Typoskript der Epiphanien, das er entdeckt hat, um die Bedeutung der Epiphanien in Joyces gesamter Karriere aufzuzeigen.
MacDuff vergleicht Joyces Konzept der Epiphanie mit klassischen, biblischen und romantischen Offenbarungen und zeigt, dass Joyces Epiphanien nicht auf göttliche Transzendenz oder das Erwachen des Erhabenen verweisen, sondern in der Sprache wurzeln und sich auf diese konzentrieren. MacDuff argumentiert, dass die Joyce'sche Epiphanie eine treffende Charakterisierung der Literatur der Moderne ist und dass die sprachlichen Kräfte, die in diesen frühen Texten im Spiel sind, auch für das Werk von Joyce' Zeitgenossen wie Woolf, Beckett und Eliot von zentraler Bedeutung sind.
Ein Band der Florida James Joyce Series, herausgegeben von Sebastian D. G.
Knowles Eine Open-Access-Ausgabe dieses Buches wurde mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds veröffentlicht.