
Pathologies of Love in Classical Literature
Glauben Sie an Liebe auf den ersten Blick? Die Griechen und Römer taten es jedenfalls. Doch anstatt diesen romantischen Moment sorglos zu genießen, sahen sie ihn als grausame Erfahrung und Infektion an.
Was sind dann die Symptome des Verliebtseins? Gibt es Heilmittel? Gibt es eine Form der Immunität? Dieses Buch untersucht die Konzeption der Liebe(n) als körperliche, emotionale und geistige Krankheit, als sozialethische Störung und als literarische Unorthodoxie in der griechischen und lateinischen Literatur. Anhand anschaulicher Fallstudien untersuchen die Autoren dieses Bandes zwei unterschiedliche, aber historisch und poetisch miteinander verbundene Traditionen der „pathologischen Liebe“: Liebeskummer als krankheitsähnliche Erscheinung und abweichende Sexualität, die in nosologischen Begriffen beschrieben wird. Die Kapitel repräsentieren ein breites Spektrum von Gattungen (Lyrik, Philosophie, Redekunst, Komödie, Tragödie, Elegie, Satire, Roman und natürlich medizinische Literatur) und eine faszinierende Synthese von Methoden und Ansätzen, darunter Textkritik, vergleichende Philologie, Narratologie, Performancetheorie und Sozialgeschichte.
Das Buch schließt mit einer Anthologie griechischer und lateinischer Texte über pathologische Krankheiten. Obwohl sich das Buch in erster Linie an eine akademische Leserschaft richtet, ist es für jeden zugänglich, der sich für die Klassiker und/oder das Thema der Liebe interessiert.