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Perceptrons, Reissue of the 1988 Expanded Edition with a New Foreword by Lon Bottou: An Introduction to Computational Geometry
Die erste systematische Studie über Parallelität im Rechnen von zwei Pionieren auf diesem Gebiet.
Neuauflage der erweiterten Ausgabe von 1988 mit einem neuen Vorwort von L. Bottou.
1969, zehn Jahre nach der Entdeckung des Perzeptrons - das zeigte, dass einer Maschine anhand von Beispielen beigebracht werden kann, bestimmte Aufgaben auszuführen - veröffentlichten Marvin Minsky und Seymour Papert Perceptrons, ihre Analyse der Rechenfähigkeiten von Perzeptrons für bestimmte Aufgaben. Wie L. Bottou in seinem Vorwort zu dieser Ausgabe schreibt, „lassen ihre rigorose Arbeit und brillante Technik das Perceptron nicht sehr gut aussehen“. Vielleicht hat das dazu geführt, dass sich die Forschung vom Perzeptron abgewandt hat. Dann schlug das Pendel zurück, und das maschinelle Lernen wurde zum am schnellsten wachsenden Gebiet der Informatik. Minskys und Paperts Beharren auf seinen theoretischen Grundlagen ist heute wieder aktuell.
Perceptrons - die erste systematische Untersuchung der Parallelität von Berechnungen - markierte eine historische Wende in der künstlichen Intelligenz, die zu der Idee zurückkehrte, dass Intelligenz aus der Aktivität von Netzwerken neuronenähnlicher Einheiten entstehen könnte. Minsky und Papert lieferten eine mathematische Analyse, die die Grenzen einer Klasse von Rechenmaschinen aufzeigte, die als Modelle des Gehirns betrachtet werden könnten. Minsky und Papert fügten 1987 ein neues Kapitel hinzu, in dem sie den Stand der Parallelcomputer erörtern und auf eine zentrale theoretische Herausforderung hinweisen: ein tieferes Verständnis dafür zu erlangen, wie „Objekte“ oder „Agenten“ mit Individualität in einem Netzwerk entstehen können. Fortschritte in diesem Bereich würden den Konnektionismus mit dem verbinden, was die Autoren als „Gesellschaftstheorien des Geistes“ bezeichnet haben.