Bewertung:

Das Buch „Phänomenologie und Mystik“ von Anthony Steinbock wird für seine tiefgreifende Erforschung spiritueller Erfahrungen durch die Phänomenologie gelobt, die sich auf die Ich-Erzählungen dreier prominenter religiöser Mystiker konzentriert. Die Rezensenten loben die gründliche Wissenschaftlichkeit und den innovativen Ansatz des Autors, auch wenn einige anmerken, dass die Komplexität der Ideen den Leser bisweilen überfordern könnte.
Vorteile:⬤ Ausgezeichnete und gründliche Erforschung spiritueller Erfahrungen.
⬤ Neuland in der phänomenologischen Analyse von Spiritualität.
⬤ Beschäftigt sich eingehend mit den persönlichen Erfahrungen von Mystikern aus abrahamitischen Traditionen.
⬤ Bietet reiche Wissenschaft und Reflexion über komplexe Themen.
⬤ Einige Abschnitte können zu dicht oder schwer verständlich sein.
⬤ Erfordert ein fortgeschrittenes Verständnis von Phänomenologie und Philosophie, was die Zugänglichkeit für allgemeine Leser möglicherweise einschränkt.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Phenomenology and Mysticism: The Verticality of Religious Experience
Anhand der Ich-Erzählungen dreier Persönlichkeiten aus der christlichen, jüdischen und islamischen mystischen Tradition - Teresa von Avila, Rabbi Dov Baer und Rūzbihān Baqlī - liefert Anthony J.
Steinbock eine umfassende Phänomenologie der Mystik in den abrahamitischen religiösen Traditionen. Er setzt ein breites Spektrum religiöser Erfahrungen, oder Vertikalität, in Beziehung zu philosophischen Problemen der Evidenz, des Selbst und des Andersseins.
Ausgehend von dieser philosophischen Beschreibung der vertikalen Erfahrung entwickelt Steinbock eine soziale und kulturelle Kritik des Götzendienstes - wie Stolz, Säkularismus und Fundamentalismus - und schlägt vor, dass das heutige Verständnis der menschlichen Erfahrung von einer umfassenderen, offeneren Sicht der religiösen Erfahrung ausgehen muss.