
Philosophies at War: Essays on Christianity, Conflict and Democracy
Der während des Zweiten Weltkriegs schreibende Bischof Fulton J. Sheen erörtert philosophisch die Stellung des Glaubens und des Christentums in einer von gewaltsamen Konflikten geprägten Welt.
Der Autor ist entschlossen darzulegen, dass die totalitären Regierungen dieser Zeit, wie die des faschistischen Deutschlands, von Natur aus gegen den religiösen Glauben sind. Er hält solche extremen politischen Bekenntnisse auch für "antihuman", da sie den Glauben und die Beziehung des Menschen zu Gott zugunsten der äußersten Hingabe an faschistisch-nationalistische Ideen zu unterdrücken suchen. Daher ist der Krieg nicht einfach ein Versuch, einen feindlichen Feind und eine feindliche Ideologie zu besiegen, sondern eine Mission, die Welt zurück zum Frieden, zur göttlichen Moral und zu den amerikanischen Vorstellungen von Demokratie und Gerechtigkeit zu führen.
Mit Blick auf die Wiederherstellung des Friedens ruft Sheen zu einer tiefgreifenden Neubewertung der politischen und wirtschaftlichen Systeme auf, die dem Ausbruch der totalitären Ideologie und schließlich des Krieges vorausgingen. Der Autor zitiert Papst Pius XII. zur Untermauerung seiner Argumente und hält das unaufhörliche Streben nach materiellem Besitz für zersetzend. Die mechanischen Errungenschaften einer immer effizienteren und reichhaltigeren Produktion gehen nicht mit einer moralischen Besserung einher. Die allumfassende Verfügungsgewalt des Menschen über die Erde und ihre Ressourcen sowie das Aufkommen der Massenmedien erhöhen das Potenzial für skrupellose Menschen, großen Schaden anzurichten.