Bewertung:

Die Rezensionen heben die aufschlussreiche und sorgfältige Analyse hervor, die Lamberton zu Plutarchs Werken, insbesondere zu den „Parallelen Leben“ und den „Moralien“, liefert. Der Autor bietet eine solide Einführung in Plutarchs Leben, Kontext und Intentionen und stellt Verbindungen zwischen seinen Schriften und ihrer Bedeutung für die rhetorische und philosophische Bildung her. Einige Leser sind jedoch der Meinung, dass Lamberton in seiner Analyse Plutarchs Liebe zum Geschichtenerzählen und die Komplexität der menschlichen Natur nicht vollständig erfasst.
Vorteile:Lamberton bietet eine solide und aufschlussreiche Einführung in Plutarchs Werke, geht auf hermeneutische Fragen ein und stellt den Kontext her. Das Buch gilt als wertvolle Quelle für das Verständnis von Plutarchs Intentionen und der Rolle seiner Schriften in der Bildung. Es bietet schöne Diskussionen über verschiedene historische Figuren und schlägt Wege vor, sich den Texten philosophisch zu nähern.
Nachteile:Lambertons Analyse übersieht ein wenig Plutarchs Freude am Geschichtenerzählen und an der Unordnung der menschlichen Natur, die nach Ansicht einiger Leser ein wichtiger Aspekt seiner Schriften ist. Einige Leser waren der Meinung, dass das Buch zu sehr auf seinen didaktischen Zweck ausgerichtet ist und es ihm an erzählerischem Engagement mangelt.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Die um das Jahr 100 verfassten Lebensbeschreibungen Plutarchs prägen seit fast zweitausend Jahren die Wahrnehmung der Errungenschaften der alten Griechen und Römer. Dieses fesselnde und anregende Buch führt sowohl allgemeine Leser als auch Studenten in Plutarchs Leben und Werk ein.
Robert Lamberton skizziert den kulturellen Kontext, in dem Plutarch arbeitete - Griechenland unter römischer Herrschaft - und erörtert seine familiären Beziehungen, seinen Hintergrund, seine Ausbildung und seine politische Karriere. Plutarch hat zwei Seiten: die meistgelesene Quelle zur griechischen und römischen Geschichte und den Pädagogen, dessen philosophische und pädagogische Anliegen in der umfangreichen Sammlung von Essays und Dialogen, den Moralia, bewahrt sind. Lamberton analysiert diese vernachlässigten Schriften und vertritt die Ansicht, dass wir hier nach Plutarchs tiefstem Engagement als Schriftsteller und nach dem Kern seiner Leistung suchen müssen.
Lamberton untersucht auch die Verbindung zwischen Biographie und Geschichtsschreibung und zeigt, wie Plutarchs parallele Biographien dem fortlaufenden Prozess der kulturellen Anpassung zwischen Griechen und Römern im Römischen Reich dienten. Abschließend erörtert er den Einfluss und das Ansehen Plutarchs über die Jahrhunderte hinweg.