
Political Ontology and International Political Thought: Voiding a Pluralist World
Dieses Buch stellt die gängigen Vorstellungen von Ontologie in der politischen Theorie und in den internationalen Beziehungen in Frage, indem es eine psychoanalytisch informierte Kritik der Entpolitisierung in prominenten liberalen, post-liberalen, dialogischen und agonistischen Ansätzen zum Pluralismus in der Weltpolitik bietet. Paipais ortet die Versuchung der Entpolitisierung darin, dass sie unter der fundamentalen Fantasie verschiedener Formen von Fundamentalismus (in Form von politischer Anthropologie oder Ontologie als „letztinstanzlichem“ Grund) oder umgekehrt von Anti-Fundamentalismus (der Verleugnung aller Gründe, die aber immer noch innerhalb eines foundationalistischen Imaginären operieren) arbeiten.
Er plädiert stattdessen für eine formale politische Ontologie der Leere (gegen den Historizismus), die durch einen „inkarnierten“ messianischen Nihilismus (gegen Ethizismus und teleologische Formen der Politik) durchsetzt ist. Dabei bietet der Autor kritische Lesarten des messianischen Nihilismus von Benjamin, Agamben, Taubes und Žižek an, indem er die antinomischen Tendenzen in ihren jeweiligen politischen Theologien problematisiert.
Das Buch plädiert für eine Version von Žižeks Badiou'scher Politik der Militanz, die durch ein angemessenes partizipatorisches Verständnis der messianischen Meontologie und der inkarnatorischen Christologie des Paulus ergänzt wird, um den Nexus zwischen Subjektivität, Universalität und politischem Handeln in der Weltpolitik neu zu konzeptualisieren. Das Buch ist für Studenten und Wissenschaftler der Theorie der Internationalen Beziehungen, der politischen Theorie, der kritischen Gesellschaftstheorie und der politischen Theologie von Interesse.