Bewertung:

Dieses Buch ist eine tiefgründige und rigorose Erforschung der Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft auf Tiere und Menschen und berührt dabei verschiedene soziale Fragen.
Vorteile:⬤ Detaillierte Einblicke in die industrielle Landwirtschaft
⬤ umfassende Analyse sozialer Themen wie Ethnie, Geschlecht und Moral
⬤ emotionale und fesselnde Erzählung.
Es wurden keine potenziellen Nachteile des Buches gemeldet.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Porkopolis: American Animality, Standardized Life, and the Factory Farm
In den 1990er Jahren genehmigte eine kleine Stadt im Mittleren Westen der USA den Bau eines riesigen Schweinefleischkomplexes, in dem jedes Jahr fast 7 Millionen Schweine geboren, aufgezogen und getötet werden. In Porkopolis untersucht Alex Blanchette, wie diese ländliche Gemeinde rund um die Lebens- und Todeszyklen von Firmenschweinen umgestaltet wurde.
Auf der Grundlage von mehr als zwei Jahren ethnografischer Feldforschung lässt Blanchette den Leser in die Arbeitsplätze eintauchen, die der modernen Fleischproduktion zugrunde liegen - von Schlachthöfen und Firmenbüros bis hin zu Ställen für künstliche Besamung und Einrichtungen zur Knochenverwertung. Er skizziert die tiefen Beziehungen und Intimitäten zwischen Mensch und Schwein, die durch die verstärkte Industrialisierung entstehen, und zeigt, wie selbst die banalste menschliche Handlung, wie eine unbedachte Berührung, ernste körperliche Folgen für die Tiere haben kann.
Das Streben der Unternehmen nach einem perfekt einheitlichen, standardisierten Schwein - einem Schwein, aus dem Materialien für über 1000 Produkte gewonnen werden können - führt zu sozialen und ökologischen Instabilitäten, die das Leben und die Lebensgrundlagen der Menschen verändern. In Porkopolis, das Dutzende von Bildern des preisgekrönten Fotografen Sean Sprague enthält, nutzt Blanchette die Massentierhaltung, um die angespannte Lage des industriellen Kapitalismus in den Vereinigten Staaten von heute zu überdenken.