
Postphenomenological Methodologies: New Ways in Mediating Techno-Human Relationships
Dieser Sammelband ist die erste Publikation, die sich mit der Erforschung der Beziehungen zwischen Mensch und Technik aus einer methodologischen, postphänomenologischen Perspektive befasst. Während die "traditionelle" Phänomenologie des 20.
Jahrhunderts mit Persönlichkeiten wie Husserl, Heidegger und Merleau-Ponty wertvolle Einsichten in die formalen Strukturen von Wesen, Sein und Verkörperung usw. lieferte, war ihre Art des Philosophierens meist mit abstraktem "reinem" Denken verbunden. Obwohl er in dieser Tradition verwurzelt ist, betont der postphänomenologische Ansatz zur Erforschung der Mensch-Technik-Beziehungen die "empirische Wende" und die interdisziplinäre Arbeit im Bereich der Philosophie - und greift auf andere Disziplinen wie Anthropologie, Pädagogik, Medienwissenschaft und Science and Technology Studies (STS) zurück.
In den Beiträgen wird erörtert, was es für das Feld der Postphänomenologie bedeutet, empirisch fundiert zu sein, und welche Art von Methodologie erforderlich ist, damit Forscher die Beziehungen zwischen Mensch und Technik aus dieser Perspektive untersuchen können.
In vielen Disziplinen bezieht sich die Methodologie auf den analytischen Ansatz - z. B.
auf die analytischen Konzepte, die man für eine Analyse verwendet. In der Postphänomenologie könnten dies Konzepte wie Multistabilität, Variation oder Mediation sein. In einer Disziplin wie der Anthropologie geht es auch um Überlegungen zu den Methoden, mit denen sich Forscher einem empirischen Feld nähern.
Zu den Methoden können verschiedene Arten von Interviews, teilnehmende Beobachtungen, Umfragen und Autoethnographie gehören. Darüber hinaus kann die Methodologie auch ethische Fragen umfassen, die mit der Forschung in einem empirischen Feld verbunden sind. Diese praktischen Aspekte sind nicht von den theoretischen Ansätzen zu trennen, sondern vielmehr mit ihnen verbunden.
Dieses Buch verknüpft die Methoden, die Ethik und die Theorien der Postphänomenologie in einem bahnbrechenden Band über Methodologie. Anhand von postphänomenologischen Studien zu Bildung, digitalen Medien, Biohacking, Gesundheit, Robotik und Skateboarding zeigen die Autoren dieses Bandes in zwölf Kapiteln neue Perspektiven auf, woraus eine umfassende postphänomenologische Forschungsmethodik bestehen muss.