
Post-Traumatic Stress Disorder: A Guide for Primary Care Clinicians and Therapists
Die Diagnose PTBS ist weder für den Patienten noch für den Therapeuten eine einfache Diagnose. Es ist eine Diagnose, die sich an der Grenze unserer Fähigkeit entwickelt hat, mit extremem Stress umzugehen, eine Marker-Diagnose, die die Grenzen unserer Fähigkeit anzeigt, im Stress dieser modernen Welt zu funktionieren.
Sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft markiert die PTBS die Grenzen unseres verfügbaren Mitgefühls und unserer Fähigkeit, uns vor den Gefahren der Umwelt und anderer Menschen zu schützen. PTBS ist häufig eine chronische Krankheit, die sich an einem Punkt entwickelt, an dem der Verstand manchmal nicht mehr mit dem Gehirn gleichzusetzen ist und an dem die individuellen Bedürfnisse des Patienten oft über Theorie und Glauben triumphieren. Es gibt Behandlungen für PTSD, die funktionieren, und viele, die nicht funktionieren.
Dieses Buch präsentiert Beweise und keine Theorien, Anekdoten oder Fallberichte. Psychologische Ansätze wie verlängerte Exposition, Imaginations- und Probetherapie und EMDR haben bei der Behandlung von PTBS eine mehr als 75 %ige positive Kurzzeitreaktion.
Diese Behandlungen unterscheiden sich jedoch deutlich und haben unterschiedliche, sogar widersprüchliche Theorien und Behandlungsziele. Medikamente, die selten als primäre Therapie angezeigt sind, können zur Behandlung von Symptomen und komorbiden PTBS-Diagnosen eingesetzt werden.
Die Behandlung der Schlafapnoe in der PTBS-Population wirkt sich positiv auf die Symptome aus und verringert die Morbidität und Mortalität über die gesamte Lebensspanne. Komplementäre Behandlungen bieten den vielen chronisch von PTBS betroffenen Personen Unterstützung bei der Bewältigung der Symptome und Möglichkeiten, ihre Traumaerfahrungen funktionell zu integrieren.