Bewertung:

Colin Koopman präsentiert in seinem Buch eine neue Perspektive auf den Pragmatismus, die darauf abzielt, die Leser in den philosophischen Diskurs einzubeziehen und gleichzeitig kulturelle Probleme anzugehen. Er betont, wie wichtig es ist, die Geschichte zu verstehen und einen genealogischen Ansatz zu wählen, um zeitgenössische Probleme anzugehen. Durch seinen unterhaltsamen Schreibstil macht er die Konzepte zugänglich und für das tägliche Leben relevant.
Vorteile:⬤ Fesselnder und anschaulicher Schreibstil
⬤ bietet eine erfrischende Konversation über Pragmatismus
⬤ verbindet philosophische Konzepte effektiv mit zeitgenössischen kulturellen Problemen
⬤ plädiert für einen pragmatischen Ansatz, um Probleme zu verstehen und zu lösen
⬤ bezieht Ideen von wichtigen pragmatistischen Denkern wie James, Dewey und Rorty ein.
⬤ Das Buch könnte für einige Leser als akademisch und dicht empfunden werden
⬤ philosophischer Jargon ist vorhanden, was eine Herausforderung sein könnte
⬤ der Autor antizipiert Kritik bezüglich seiner Auswahl an pragmatischen Ideen, geht aber nicht vollständig auf mögliche berechtigte Bedenken ein.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Pragmatism as Transition: Historicity and Hope in James, Dewey, and Rorty
Der Pragmatismus ist die bekannteste einheimische Philosophie Amerikas. Er vertritt eine Reihe praktischer Überzeugungen und Grundsätze, die sich auf die Verbesserung unseres Lebens konzentrieren.
Doch die Spaltung zwischen klassischen und zeitgenössischen Pragmatikern hat die Tradition gegen sich selbst gespalten. Die klassischen Pragmatiker, wie John Dewey und William James, waren der Meinung, dass wir die Lehren aus der Erfahrung beherzigen sollten. Neopragmatiker, darunter Richard Rorty, Hilary Putnam und Jürgen Habermas, argumentieren stattdessen aus der Perspektive einer linguistischen Wende, die wenig Gebrauch von der Idee der Erfahrung macht.
Lassen sich diese beiden Lager in einer Weise miteinander vereinbaren, die eine kritische Tradition wiederbelebt? Colin Koopman schlägt eine Wiederbelebung des Pragmatismus durch „transitionalistische“ Themen der Zeitlichkeit und Geschichtlichkeit vor, die im Werk der frühen Pragmatiker aufblühen und im zeitgenössischen neopragmatistischen Denken fortbestehen.
„Das Leben liegt in den Übergängen“, schrieb James einmal, und indem er dieser Behauptung folgt, zeigt Koopman die Kontinuitäten auf, die beide Phasen des Pragmatismus verbinden. Koopmans Rahmen bezieht sich auch auf andere zeitgenössische Theoretiker, darunter Michel Foucault, Pierre Bourdieu, Bernard Williams und Stanley Cavell.
Indem er diese Stimmen durch das Prisma des Transitionalismus reflektiert, wird ein neues Verständnis von Wissen, Ethik, Politik und Kritik begründet. Koopman schließt mit einem Aufruf zur Integration von Dewey und Foucault in ein Untersuchungsmodell, das er genealogischen Pragmatismus nennt, eine für beide Seiten informative Kritik, die die analytische und die kontinentale Schule weiter miteinander verbindet.