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How We Became Our Data: A Genealogy of the Informational Person
Wir sind uns jetzt ganz plötzlich bewusst, dass Daten eine enorme Bedeutung für unser Leben haben. Wie konnte es dazu kommen, dass Informationen einen so großen Einfluss darauf haben, was wir tun können? Wie wurden wir zu Menschen, die ihr Leben mühelos in Social-Media-Profilen präsentieren und die in staatlichen Überwachungsdossiers und Online-Marketing-Datenbanken akribisch erfasst werden? Welche Geschichte steckt dahinter, dass Daten so wichtig für uns geworden sind?
In How We Became Our Data (Wie wir zu unseren Daten wurden) untersucht Colin Koopman die Anfänge unserer sich rasant beschleunigenden Datenerfassungstechnologien und ihre Folgen für die Art und Weise, wie wir heute über unser Selbstverständnis denken und es zum Ausdruck bringen. Koopman erforscht die Entstehung massenhafter Aufzeichnungssysteme wie Geburtsurkunden und Sozialversicherungsnummern sowie neue Datentechniken zur Kategorisierung von Persönlichkeitsmerkmalen, zur Messung der Intelligenz und sogar zur Rassifizierung von Personen. Dies alles gipfelt in dem, was Koopman die „informationelle Person“ und die „informationelle Macht“ nennt, der wir heute unterworfen sind.
Die jüngste Explosion digitaler Technologien, die uns in eine Reihe von algorithmischen Datenpunkten verwandelt, hat eine tiefere und turbulentere Vergangenheit, als wir gemeinhin annehmen. Indem er Philosophie, Geschichte, politische Theorie und Medientheorie im Gespräch mit Denkern wie Michel Foucault, Jürgen Habermas und Friedrich Kittler miteinander verbindet, präsentiert Koopman eine erhellende Perspektive darauf, wie wir dazu gekommen sind, über unsere Persönlichkeit zu denken - und wie wir uns ihrer Erosion widersetzen können.