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Precarious Lives and Marginal Bodies in North Africa: Homo Expendibilis
Marginal Bodies and Precarious Lives in North Africa: Homo Expendibilis stellt eine Untersuchung der nordafrikanischen Literatur an der Schnittstelle von Literaturanalyse, politischer Philosophie und Soziologie dar. Der Autor analysiert soziale Kategorien in Bezug auf zivile und soziale Schutzmechanismen und insbesondere die Art und Weise, wie Störungen dieser Schutzmechanismen zu sozialer Degeneration führen können.
Die Analyse des Autors geht von der Prämisse aus, dass prekäre Lebensverhältnisse in Nordafrika zu echten Ausnahmefällen geworden sind. Mit anderen Worten: Sie gelten als gefährlich, entbehrlich und unwürdig für die Rechte und die Behandlung, die vollwertigen Bürgern zugestanden werden. Die Autorin bewertet daher die Darstellung von Gewalt in der zeitgenössischen Literatur als Kristallisation der bestehenden Disjunktion zwischen den sozial Benachteiligten und denjenigen, die die koloniale, politische und religiöse Macht ausüben.
Darüber hinaus argumentiert der Autor, dass ein tieferes Verständnis der Prekarität in Nordafrika von der Kolonialzeit bis in die Gegenwart für das Verständnis der heutigen Politik und des aktuellen Klimas der Unsicherheit entscheidend ist. Indem sie ihr Existenzrecht bekräftigt, argumentiert die Autorin, dass die marginalen Körper Nordafrikas einzigartige Einblicke in die Gesellschaft bieten, die sie an den Rand gedrängt hat, und dass sie daher von der oft unhörbaren und unsichtbaren Peripherie aus die dominanten Vorstellungen des Zentrums herausfordern.