
Precarious Urbanism: Displacement, Belonging and the Reconstruction of Somali Cities
Dieses Buch untersucht die Beziehungen zwischen Krieg, Vertreibung und Stadtentwicklung.
Es konzentriert sich auf Menschen, die in somalischen Städten Zuflucht suchen, nachdem sie durch Gewalt, Umweltschocks oder wirtschaftlichen Druck zur Migration gezwungen wurden, und zeigt auf, wie diese Bevölkerungsgruppen den städtischen Raum aktiv verändern. Anhand von Erfahrungsberichten und partizipativen Fotografien von Zuwanderern dokumentiert und analysiert das Buch die Mikropolitik der Verwaltung städtischer Lager, Vertreibungen und Gentrifizierung sowie die vernetzte Arbeit der Vertriebenen, die die Grundlage für die wachsende städtische Wirtschaft bildet.
Im Mittelpunkt steht eine kritische Analyse der Art und Weise, wie die diskursive Figur des "Binnenflüchtlings" von verschiedenen Akteuren ko-produziert wird. In dem Buch wird argumentiert, dass diese Bezeichnung bei der Strukturierung sozioökonomischer Ungleichheiten und der Politik der Gruppenzugehörigkeit in verschiedenen somalischen Städten, die durch eine lange Geschichte konfliktbedingter Migration miteinander verbunden sind, erhebliche Macht ausübt.