Bewertung:

Das Buch „Profit and Punishment“ von Tony Messenger untersucht, wie das amerikanische Justizsystem die Armen durch überhöhte Gerichtsgebühren und Bußgelder unverhältnismäßig stark bestraft und so einen Kreislauf des Schuldnergefängnisses schafft, in dem Randgruppen gefangen sind. Das Buch liefert aufschlussreiche Beispiele aus dem wirklichen Leben und kritisiert das System, indem es dessen Ungerechtigkeit und kontraproduktiven Charakter hervorhebt.
Vorteile:Das Buch bietet hervorragende Einblicke in das Justizsystem und beleuchtet ein wichtiges gesellschaftliches Problem, das die Armen betrifft. Anhand von Beispielen aus dem wirklichen Leben werden die Auswirkungen von Bußgeldern und Gerichtsgebühren veranschaulicht, was den Inhalt nachvollziehbar und augenöffnend macht. Viele Leser fanden das Buch informativ und waren der Meinung, dass es einen oft übersehenen Aspekt der Armut beleuchtet.
Nachteile:Einige Leser merkten an, dass das Buch dazu neigt, dieselben Punkte häufig zu wiederholen, so dass sich Teile redundant anfühlen. Darüber hinaus wurde kritisiert, dass die umfangreichen Zitate aus anderen Werken den Fluss der Erzählung beeinträchtigen könnten. Einige Leser waren der Meinung, dass das Buch die persönliche Verantwortung in Bezug auf Gesetzesverstöße nicht anerkennt.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Profit and Punishment: How America Criminalizes the Poor in the Name of Justice
In Profit and Punishment deckt ein mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneter Journalist die Tragödie der modernen Schuldnergefängnisse auf und zeigt, wie sie das Leben armer Amerikaner zerstören, die in ein System hineingezogen werden, das die Ärmsten bestrafen soll.
Seine mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Serie über Schuldnergefängnisse in Missouri hat das Leben von Menschen nachhaltig verändert, und sein Buch ist ein Muss für eine Nation, die nach einem parteiübergreifenden Weg für eine Reform der Strafjustiz sucht.
-- Claire McCaskill, ehemalige US-Senatorin und Analystin für MSNBC
Als Kolumnist für den St. Louis Post-Dispatch hat Tony Messenger jahrelang in Bezirks- und Stadtgerichten dokumentiert, wie arme Amerikaner wegen kleinerer Vergehen verurteilt und dann mit exorbitanten Geldstrafen und Gebühren belegt werden. Wenn sie nicht in der Lage sind, diese zu bezahlen, werden sie oft ins Gefängnis gesteckt, wo sie dann eine Rechnung für den Aufenthalt im Gefängnis bezahlen müssen - ein Kreislauf, der bald einen Schuldenberg anhäuft, dessen Abzahlung Jahre dauern kann. Diese heimtückischen Strafen werden eingesetzt, um Geld für die maroden Haushalte der Kommunen und Bundesstaaten zu beschaffen, die häufig von gewinnorientierten Unternehmen verwaltet werden.
In der Tradition von "Evicted" und "The New Jim Crow" hat Messenger einen Aufruf zu den Waffen geschrieben, der ein Licht auf ein Zweiklassensystem wirft, das für die meisten Amerikaner unsichtbar ist. Er stellt den Lesern drei alleinerziehende Mütter vor, die in diesem System gefangen sind: Sie leben in Missouri, Georgia und South Carolina in Armut und ihr Leben gerät aus den Fugen, als kleine Vergehen zu monumentalen finanziellen Katastrophen werden. Während diese Frauen darum kämpfen, ihre Schulden zu begleichen und ihr Leben weiterzuleben, lernen die Leser die hartnäckigen Bürgerrechtler und Gesetzgeber kennen, die an ihrer Seite für ein gerechteres und faireres Gerichtswesen kämpfen. In dieser bemerkenswerten Reportage deckt Tony Messenger Ungerechtigkeiten auf, die in ihrer alltäglichen Grausamkeit quälend und wütend machen, während er sich für die Rechte und die Würde einiger der schwächsten Amerikaner einsetzt.