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Program Earth, 49: Environmental Sensing Technology and the Making of a Computational Planet
Sensoren sind überall. Sie sind klein, flexibel, kostengünstig und rechenstark und sind in der Umwelt allgegenwärtig. Sie sammeln riesige Datenmengen, einschließlich Informationen über Luft, Wasser und Klima. Noch nie zuvor wurde eine solche Menge an Umweltdaten auf so breiter Basis gesammelt oder war so leicht zugänglich.
Das Programm Erde befasst sich mit den Folgen der Verkabelung unserer Welt und untersucht, wie Sensortechnologien unsere Umwelt programmieren. Wie Jennifer Gabrys hervorhebt, zeichnen Sensoren nicht nur Informationen über eine Umgebung auf. Vielmehr schaffen sie neue Umgebungen und Umweltbeziehungen. Gleichzeitig geben sie den von ihnen überwachten Wesen eine Stimme: Tieren, Pflanzen, Menschen und unbelebten Objekten. Dieses Buch befasst sich mit der Art und Weise, wie Sensoren mit der Umwelt konvergieren, um ökologische Prozesse zu kartieren, die Wanderung von Tieren zu verfolgen, Schadstoffe zu kontrollieren, die Beteiligung der Bürger zu erleichtern und die Infrastruktur zu programmieren. Durch die Erörterung besonderer Fälle, in denen Sensoren für Umweltstudien und Bürgerbeteiligung in drei Bereichen der Umweltsensorik eingesetzt werden, von der Erfassung von Wildtieren über die Erfassung von Umweltverschmutzung bis hin zur Erfassung von Städten, stellt Program Earth die Frage, wie Sensortechnologien speziell zu neuen Umweltbedingungen beitragen. Was sind die Auswirkungen auf die Verdrahtung von Umgebungen? Wie programmieren Sensoranwendungen nicht nur die Umwelt, sondern auch die Art von Bürgern und Kollektiven, die wir werden könnten?
Program Earth schlägt vor, dass die sensorbasierte Überwachung der Erde die Aussicht bietet, neue Umgebungen nicht einfach als eine Erweiterung des Menschen zu gestalten, sondern vielmehr als neue „Technogeografien“, die Technologie, Natur und Menschen miteinander verbinden.