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Punk and Revolution: Seven More Interpretations of Peruvian Reality
In Punk and Revolution löst Shane Greene den Punk radikal von seinem ikonischen Platz in der urbanen Kultur der Ersten Welt, der angloamerikanischen Populärmusik und der euro-amerikanischen Avantgarde und verortet ihn stattdessen als entscheidendes Element der peruanischen Kultur der subversiven Militanz und politischen Gewalt.
Inspiriert von Jos Carlos Mari teguis Seven Interpretive Essays on Peruvian Reality erkundet Greene die politischen Bestrebungen und subkulturellen Möglichkeiten des Punk und verkompliziert dabei die vorherrschenden Erzählungen über den Krieg zwischen dem Leuchtenden Pfad und dem peruanischen Staat. In diesen sieben Essays experimentiert Greene mit Stil und Inhalt, biegt das ethnografische Genre und stellt das Textliche und Visuelle nebeneinander.
Er theoretisiert den Punk in Lima als einen Modus ästhetischer und materieller Unterproduktion, schimpft über die kanonischen Kulturwissenschaften, weil sie das Potenzial des Punks für revolutionäre Politik nicht anerkennen, und deckt die Überschneidungen von Geschlecht, Ethnizität, Klasse und Authentizität in der Punkszene von Lima auf. In Anlehnung an die theoretischen Interventionen von Debord, Benjamin und Bachtin definiert Greene grundlegend neu, wie wir über die kreativen Konturen der Punk-Subkultur und die Politik der anarchistischen Praxis denken können.