Bewertung:

Das Buch „Putney“ befasst sich mit dem komplexen und sensiblen Thema der missbräuchlichen Beziehungen und beleuchtet insbesondere die Dynamik zwischen einem Kind und einem Erwachsenen. Die Erzählung wird aus der Perspektive von drei Charakteren geschildert, was dem kontroversen Thema im Lichte der #MeToo-Bewegung Tiefe und Einblick verleiht.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben mit schöner Prosa
⬤ nutzt effektiv mehrere Perspektiven, um die Erzählung zu vertiefen
⬤ bietet eine einfühlsame Erkundung eines schwierigen Themas
⬤ überzeugende Charakterentwicklung
⬤ reichhaltige Beschreibungen der Schauplätze
⬤ fördert Diskussionen über Missbrauch und Zustimmung.
⬤ Enthält auslösende Themen wie sexuellen Missbrauch und Grooming
⬤ einige Leser fanden die Handlung nicht spannend
⬤ Charaktere können als unangenehm oder uninteressant empfunden werden
⬤ gemischte Kritiken über die Qualität der Handlung, wobei einige sie als mittelmäßig oder als Zeitverschwendung beschreiben.
(basierend auf 75 Leserbewertungen)
Ein Refinery 29 Best August Book - Ein Vulture Best August Book - Ein Amazon Best Book of the Month: Mystery, Thriller & Suspense
Zinovieff arbeitet offensichtlich mit Themen, die sich in der zeitgenössischen Kultur abspielen, aber ihr Roman erinnert auch an die Arbeit von Iris Murdoch und A. S. Byatt... Zeitgemäß und nuanciert." -- Kirkus Reviews (Sternchenbewertung)
"Zum Nachdenken anregend und relevant" - The Washington Post
Ein provokanter und fesselnder Roman über die berauschende Romanze eines Mädchens im Teenageralter mit einem mächtigen älteren Mann und ihre Entdeckung Jahrzehnte später, dass ihre glücklichen Erinnerungen eine schmerzhafte Wahrheit verbergen.
Der begabte Komponist Ralph Boyd, ein aufstrebender Star in der Londoner Kunstszene der frühen 1970er Jahre, wird von dem bekannten Schriftsteller Edmund Greenslay gebeten, eine Bühnenadaption seines berühmtesten Werks zu komponieren. Das musikalische Wunderkind wird in Greenslays weitläufigem Bohème-Haus in Putney, einem künstlerischen und wohlhabenden Bezirk im Südwesten Londons, willkommen geheißen und lernt dort Edmunds schöne, aktivistische Frau Ellie, seinen unnahbaren Sohn Theo und seine junge Tochter Daphne kennen, die schnell zu Ralphs Muse wird.
Ralph überhäuft Daphne mit Zeichen seiner Zuneigung - heimliche Geschenke und geheime Notizen. In einem aufregenden, aber oft einsamen Zuhause findet Daphne in Ralph einen schillernden Gefährten für viele Jahre. Als Ralph Daphne allein zu ihren Eltern nach Griechenland begleitet, intensiviert sich ihre Beziehung unwiderruflich. Nur eine Person kennt die Wahrheit über ihre Beziehung: Daphnes beste Freundin Jane, deren Bewunderung für die berauschende Familie Greenslay sie zum Schweigen bringt.
Jahrzehnte später ist Daphne zurück in London. Nach Jahren der Dekadenz und des Drogenmissbrauchs kämpft sie darum, ein normales, stabiles Leben für sich und ihre heranwachsende Tochter aufzubauen. Als die Umstände sie wieder in Kontakt mit ihrer lang verschollenen Freundin Jane bringen, dreht sich ihr Wiedersehen unweigerlich um Ralph, der inzwischen ein weltberühmter Musiker ist und ebenfalls in der Stadt lebt. Daphnes Erinnerungen an ihre Jugend und ihre wachsende Sorge um ihre eigene kleine Tochter führen schließlich zu einer explosiven Erkenntnis, die sie dazu bringt, sich mit Ralph und ihren gemeinsamen Jahren auseinanderzusetzen.
Meisterhaft erzählt aus drei verschiedenen Blickwinkeln - Opfer, Täter und Zeuge - ist Putney ein subtiler und ungeheuer kraftvoller Roman über Zustimmung, Handlungsfähigkeit und das, was wir uns einreden, um zu rechtfertigen, was wir tun und was andere uns antun.