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Queequeg's Coffin: Indigenous Literacies & Early American Literature
Die Begegnung zwischen den Europäern und den Ureinwohnern Amerikas wird oft als ein Konflikt zwischen der gebildeten Zivilisation und der ungebildeten Wildheit dargestellt. Diese Sichtweise ignoriert die vielen indigenen Schriftformen, die nicht auf dem Alphabet basieren, wie z.
B. die Piktoglyphen der Maya, das Wampum der Irokesen, die Schriftrollen aus Birkenrinde der Ojibwe und die Quipus der Inkas. Queequeg's Coffin bietet eine neue Definition von Schrift, die die überwältigende Vielfalt der Literatur in Amerika vor und nach der Ankunft der Europäer erfasst.
Diese bahnbrechende Studie deckt bisher übersehene Momente textueller Gegenseitigkeit in der kolonialen Sphäre auf, von einem Friedensratschlag zwischen Franzosen und Haudenosaunee im Jahr 1645 bis zu Herman Melvilles jugendlichen Begegnungen mit polynesischen Hieroglyphen. Indem Birgit Brander Rasmussen die Literaturen und Textpraktiken der amerikanischen Ureinwohner wiederentdeckt, stellt sie sich den kolonialen Konflikt als einen vor, der von alternativen, aber gleichermaßen reichen Formen der Alphabetisierung organisiert wurde.
Von Zentralmexiko bis zu den nordöstlichen Küsten Nordamerikas, in den Anden und auf dem gesamten amerikanischen Kontinent führten indigene Völker und europäische Neuankömmlinge einen Dialog über die Art und Weise, wie sie ihr Wissen niederschreiben und aufzeichnen. In Queequeg's Coffin wird dieser Austausch zur Grundlage für eine neue Art der frühen amerikanischen Literaturwissenschaft.