Bewertung:

Das Buch stellt eine anregende Untersuchung der Entwicklung der Kriegsführung im Kontext der modernen Digitalisierung und Technologie dar und konzentriert sich insbesondere auf die Auswirkungen von Smartphones und Medien auf militärische Theorie und Praxis. Es stellt traditionelle Ansichten über den Krieg in Frage und regt zu weiteren Debatten über dieses Thema an.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben, strukturiert und stellt komplizierte Konzepte auf spannende Weise dar. Es regt zum Nachdenken und zur Debatte über die zeitgenössische Kriegsführung an und macht es im heutigen Kontext relevant. Die Rezensenten loben die Autoren für ihren revisionistischen Ansatz und die aufschlussreichen Ideen, die sie präsentieren, insbesondere über die Radikalisierung als „Verzerrung“.
Nachteile:In den Rezensionen wurden keine wesentlichen Nachteile genannt. Die Kritiken scheinen überwiegend positiv zu sein, und es wurden keine Nachteile festgestellt.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Radical War - Data, Attention and Control in the Twenty-First Century
Dieses Buch untersucht die digitale Explosion, die über das Schlachtfeld hereinbricht, unsere Aufmerksamkeit als Waffe einsetzt und jeden zu einem Teilnehmer an Kriegen ohne Ende macht. Intelligente Geräte, Apps, Archive und Algorithmen entfernen den Zuschauer aus dem Krieg und lassen die Unterscheidungen zwischen Publikum und Akteur, Soldat und Zivilist, Medien und Waffe verschwinden.
Dies hat unsere Fähigkeit, dem Krieg einen Sinn zu geben, zunichte gemacht. Jetzt sind wir alle entweder Opfer oder Täter. In „Radical War“ zeigen Ford und Hoskins, wie der Krieg der Gegenwart durch digital gesättigte Wahrnehmungsfelder legitimiert, geplant, geführt, erlebt, erinnert und vergessen wird, und zwar auf kontinuierliche und vernetzte Weise.
Indem sie die sich abzeichnende Beziehung zwischen Daten, Aufmerksamkeit und der Macht, den Krieg zu kontrollieren, darstellen, zeichnen die Autoren die komplexen digitalen und menschlichen Interdependenzen auf, die politische Gewalt heute aufrechterhalten. Durch eine einzigartige, interdisziplinäre Linse kartieren sie unsere unzusammenhängenden Erfahrungen mit Konflikten und beleuchten diese dystopische neue Ökologie des Krieges.