Bewertung:

Rassische Asymmetrien: Asian American Fictional Worlds von Stephen Hong Sohn ist eine tiefgreifende Untersuchung der asiatisch-amerikanischen Literatur, die den Leser dazu anregt, traditionelle Definitionen von rassischen Erzählungen, Literatur und Genre zu überdenken. Es untersucht verschiedene Werke, stellt Stereotypen in Frage und bewertet die Überschneidungen asiatisch-amerikanischer Identitäten in der Literatur.
Vorteile:Das Buch ist sehr fesselnd, voller aufschlussreicher Analysen und regt zum Nachdenken über asiatisch-amerikanische Literatur an. Sohns fundiertes Wissen und seine klaren Argumente, die durch umfangreiche Referenzen gestützt werden, machen es zu einem herausragenden literaturtheoretischen Werk. Es bietet einen erfrischenden Überblick über die asiatisch-amerikanische Literatur und behandelt sowohl traditionelle als auch nicht-traditionelle Themen.
Nachteile:Einige Leser könnten das Buch als intellektuell anspruchsvoll und dicht empfinden, da es ein hohes Maß an Konzentration und Engagement erfordert. Die Tiefe der Analyse könnte für diejenigen, die nicht an die Literaturtheorie gewöhnt sind, überwältigend sein.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Racial Asymmetries: Asian American Fictional Worlds
Stephen Hong Sohn stellt die klaren Verbindungen zwischen der Position des Autors, der Erzählperspektive und dem fiktionalen Inhalt in Frage und argumentiert, dass asiatisch-amerikanische Autoren nie darauf beschränkt waren, über asiatisch-amerikanische Figuren oder Kontexte zu schreiben.
Racial Asymmetries untersucht speziell die Bedeutung der Ich-Erzählung in asiatisch-amerikanischen Romanen, die in der Postrace-Ära veröffentlicht wurden, und konzentriert sich dabei auf jene kulturellen Produktionen, in denen sich die ethnisch-rassische Zusammensetzung des Autors nicht direkt mit der der Erzählperspektive überschneidet. Durch eine gründliche Analyse von Romanen und Kurzgeschichten wie Atomik Aztex von Sesshu Foster, A Carnivore's Inquiry von Sabina Murray und The Last of Her Kind von Sigrid Nunez zeigt Sohn, wie die Konstruktion der Erzählperspektive dem asiatisch-amerikanischen Autor eine flexible ästhetische Leinwand bietet, auf der er sich mit Fragen der Unterdrückung und Ungleichheit, der Macht und Subjektivität und der komplizierten Konstruktion rassischer Identität auseinandersetzen kann.
Racial Asymmetries spricht die Anliegen an, die sich durch die postkolonialen Studien und die amerikanische Literatur im Allgemeinen ziehen, und nutzt einen interdisziplinären Ansatz, um die grenzenlose Natur fiktionaler Welten aufzuzeigen.