Bewertung:

Das Buch ist ein Memoirenbuch des Journalisten Mark O'Neill, in dem er seinen Lebensweg von Nordirland inmitten der Unruhen bis hin zu seinen Erfahrungen in Asien während der Post-Mao-Ära in China beschreibt. Es beleuchtet die Suche des Autors nach Identität und Zugehörigkeit und enthüllt gleichzeitig die weniger bekannten Verbindungen zwischen Irland und China.
Vorteile:⬤ Charmanter und aufschlussreicher Schreibstil
⬤ persönliche und menschliche Erzählung
⬤ bietet eine einzigartige Perspektive auf die irisch-chinesischen Beziehungen
⬤ fesselnde Geschichtsstunde über Irlands globalen Einfluss
⬤ gut beobachteter Charakter des Autors.
Einige Leser erwarten vielleicht eher konventionellen Journalismus, während andere finden könnten, dass der Schwerpunkt der Memoiren auf der persönlichen Reise des Autors nicht genug breiteren historischen Kontext umfasst.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Out of Ireland
Eines Abends, als seine Familie um den Esstisch saß, ließ Mark O'Neills Vater plötzlich seinen englischen Akzent fallen und sprach zum ersten Mal mit seiner ursprünglichen und lange verborgenen irischen Stimme. Damit begann für Mark eine irische Reise, die ihn sein ganzes Leben lang begleitete. Sie führte ihn durch Schottland, nach Belfast, wo er während der Unruhen in den 1970er Jahren als Reporter arbeitete, und ab 1978 in den Fernen Osten, wo er seine Suche nach der Bedeutung des Irischen fortsetzte.
In Hongkong, China und Japan entdeckte Mark tiefe irische Fußspuren - Missionare, Ärzte, Richter, Anwälte, Schriftsteller und Jockeys. Zwei irische Nonnen heilten in Hongkong die Tuberkulose, ein irischer Kapellmeister schrieb die Musik für die japanische Nationalhymne und eine Nonne unterrichtete die künftige Kaiserin Michiko von Japan in Englisch und Gälisch. Mark folgte den Spuren seines Großvaters, eines presbyterianischen Missionars, der 45 Jahre lang in einer kleinen Stadt im Nordosten Chinas lebte. Er war hocherfreut, dass die Kirche, die sein Großvater gebaut hatte, noch steht und eine Pfarrerin und ihre Gemeinde ihn willkommen hießen.
Seit 1800 hat kein Land in Europa so viele seiner Bürger durch Auswanderung verloren wie Irland. Ab dem 19. Jahrhundert kamen die Iren nach Asien, und jetzt gehen die Chinesen nach Irland - darunter Hazel Chu, die 2020 zur Oberbürgermeisterin von Dublin gewählt wird, sowie einer der berühmtesten irischen Starköche und eine ganze Reihe von IT-Experten. Dies ist ein bemerkenswerter Bericht über die irische Diaspora, berührend persönlich, voller Humor, Anekdoten und Einsichten.