Bewertung:

Das Buch „Real World“ von Natsuo Kirino ist eine psychologische und zum Nachdenken anregende Erkundung des japanischen Teenagerlebens aus der Perspektive von vier Mädchen und einem Teenager, der einen Muttermord begeht. In der Erzählung werden Themen wie gesellschaftlicher Druck, Entfremdung und die Komplexität jugendlicher Beziehungen vor dem Hintergrund dunkler und beunruhigender Ereignisse behandelt.
Vorteile:Der Schreibstil ist gut ausgearbeitet und fesselnd, mit einer starken Ich-Erzählung, die eine tiefe Erforschung der Charaktere ermöglicht. Die Charaktere sind komplex und ihre Stimmen sind nachvollziehbar und bieten Einblicke in die zeitgenössische japanische Gesellschaft und den Druck, dem die Jugend ausgesetzt ist. Das Buch bietet eine fesselnde und intensive Geschichte, die zum Nachdenken und zur Reflexion über die Natur menschlicher Beziehungen und gesellschaftlicher Erwartungen anregt.
Nachteile:Einige Leser fanden die Charaktere eindimensional und die Themen formelhaft, was auf einen Mangel an Originalität im Vergleich zu Kirinos früheren Werken hindeutet. Es wurde bemängelt, dass sich die inneren Monologe der Figuren zu sehr ähneln, so dass es schwierig ist, zwischen ihren Stimmen zu unterscheiden. Außerdem waren einige der Meinung, dass das Tempo zu schnell war und das Ende unplausibel war.
(basierend auf 78 Leserbewertungen)
Real World
In einem Vorort am Rande von Tokio schlagen sich vier Mädchen im Teenageralter durch einen heißen, smogigen August und langweilige Sommerschulklassen.
Dann wird Toshis Nachbarin brutal ermordet aufgefunden und die Mädchen verdächtigen Worm, den Sohn der Nachbarin und Außenseiter der Highschool.