
Computing as Writing
Dieses Buch untersucht die gängige Metapher, die Computer und Schreiben gleichsetzt, und verfolgt sie von der Benennung von Geräten („Notebook“) über die Gestaltung von Benutzeroberflächen (dem „Desktop“) bis hin zur Beschreibung der Arbeit von Programmierern („Schreiben“ von Code). Computing as Writing erörtert sowohl die Implikationen als auch die Widersprüche dieser Metapher.
In den letzten zehn Jahren hat sich die Analyse digitaler Medien auf bestimmte Hardware- und Softwareplattformen konzentriert. Daniel Punday plädiert dafür, dass Wissenschaftler stattdessen sowohl die Macht als auch die Unschärfe der Schreibmetapher in Bezug auf das Computing begreifen sollten - das nicht nur eine Reihe von Techniken oder eine Sammlung von Technologien ist, sondern auch eine Idee, die in der zeitgenössischen Kultur mitschwingt. Er befasst sich mit einer breiten Palette von Themen, darunter filmische Darstellungen von Computern (Desk Set, The Social Network), Neal Stephensons berühmtes Open-Source-Manifest, J. K. Rowlings Rechtsstreit mit einer Fanseite, die Sortierung digitaler Bibliotheken, Abonnementdienste wie Netflix und die Debatte zwischen Apple und Google über die Offenheit von Computern.
Punday zeigt, wie zeitgenössische Autoren zwischen den traditionellen Vorstellungen von schriftstellerischer Autorität und der Betonung des Computergeschäfts auf dem Schreiben gefangen sind. Was bedeutet es heute, ein Schriftsteller zu sein? Ist das Schreiben von Code für eine App mit dem Schreiben eines Romans gleichzusetzen? Sollten wir die Art und Weise, wie wir Schreiben lehren, ändern? Pundays Antworten auf diese und andere Fragen sind originell und erfrischend und bringen das Studium der digitalen Medien in produktive neue Richtungen.