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Law Is a Moral Practice
Ein schlagkräftiges Argument für die wesentliche Rolle der Moral im Recht, das den Kern der Schlüsseldebatten im öffentlichen Leben trifft.
Was ist Recht? Und wie verhält es sich zur Moral? Es ist weit verbreitet zu denken, dass Recht und Moral unterschiedliche Wege sind, unser Leben zu regeln. Doch Scott Hershovitz hält dies für einen Irrtum: Das Recht ist ein Teil unseres moralischen Lebens. Es ist ein Werkzeug, das wir benutzen, um unsere moralischen Beziehungen zu regeln. Die Rechtsansprüche, die wir vor Gericht geltend machen, so Hershovitz, sind moralische Ansprüche. Und unsere rechtlichen Konflikte sind moralische Konflikte.
Recht ist eine moralische Praxis liefert neue Antworten auf grundlegende Fragen über das Wesen des Rechts und hilft uns, besser zu verstehen, warum wir uns so sehr über das Recht streiten. Indem er eine vernachlässigte Tradition des juristischen Denkens wiederbelebt, die vor allem mit Ronald Dworkin in Verbindung gebracht wird, setzt sich Hershovitz mit wichtigen juristischen und politischen Kontroversen unserer Zeit auseinander, einschließlich der jüngsten Debatten über die Auslegung der Verfassung und die Verpflichtung von Bürgern und Beamten, das Gesetz zu befolgen.
Gespickt mit unterhaltsamen persönlichen Geschichten, geleitet von Neugier statt Ideologie und jenseits von festgefahrenen Dichotomien wie dem Gegensatz zwischen Positivismus und Naturrecht, ist „Recht ist eine moralische Praxis“ eine zum Nachdenken anregende Untersuchung der philosophischen Fragen, die sich hinter den juristischen Debatten der realen Welt verbergen.