Bewertung:

Das Buch ist eine gründliche Untersuchung des Externalismus in der epistemischen Rechtfertigung, die eine Kritik des Internalismus liefert und eine alternative proper-funktionalistische Darstellung bietet. Es betont die Kohärenz zwischen seinen beiden Hauptteilen und präsentiert eine gut strukturierte Verteidigung seiner Positionen, während es gleichzeitig wichtige Unterscheidungen in Bezug auf Rechtfertigung aufzeigt.
Vorteile:Das Buch enthält eine umfassende Kritik an internalistischen Darstellungen, präsentiert ein kohärentes und fokussiertes Argument für den Externalismus, bietet scharfe Unterscheidungen und liefert eine reichhaltige Diskussion über epistemologische Fragen. Es füllt eine Lücke in der Literatur, indem es eine Bedingung für die Rechtfertigung einführt, die nicht zu beanstanden ist.
Nachteile:Einige Leser könnten die Verteidigung des Externalismus nicht überzeugend finden oder sich über die Gültigkeit von Bergmanns Kritik am Internalismus unsicher sein, da nicht alle mit seinen Schlussfolgerungen übereinstimmen werden.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Justification Without Awareness: A Defense of Epistemic Externalism
Praktisch alle Philosophen sind sich einig, dass eine Überzeugung nur dann epistemisch gerechtfertigt ist, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllt.
Vielleicht muss sie durch Beweise gestützt werden. Oder vielleicht muss sie zuverlässig gebildet sein.
Oder vielleicht gibt es noch andere "gutmachende" Eigenschaften, die sie haben muss. Aber erfordert die Rechtfertigung einer Überzeugung auch eine Art von Bewusstsein für die Eigenschaften, die sie gut machen? Die Antwort auf diese Frage ist in der zeitgenössischen Erkenntnistheorie heftig umstritten und hat eine tiefe Kluft zwischen den Vertretern dieser Richtung verursacht. Internalisten, die sich eher auf wissenschaftliche oder theoretische Überzeugungen als Ideal konzentrieren, bestehen darauf, dass ein solches Bewusstsein für die Rechtfertigung erforderlich ist.
Externalisten, die meinen, dass der gewöhnliche Glaube von Kindern an offensichtliche Tatsachen paradigmatische Fälle von gerechtfertigtem Glauben sind, sagen, dass dies nicht erforderlich ist. Das Buch von Michael Bergmann bietet eine entscheidende Widerlegung des Internalismus und eine nachhaltige Verteidigung des Externalismus.