
Revolution: Structure and Meaning in World History
Eine Revolution ist eine Diskontinuität: Eine politische Ordnung löst eine andere ab, in der Regel mit allen verfügbaren gewaltsamen Mitteln. Moderne Revolutionstheorien neigen dazu, die Französische Revolution von 1789 und den Zusammenbruch der Sowjetunion zweihundert Jahre später in einen Topf zu werfen, aber die globalen Aufstände der Gegenwart - mit ihren wirklich vielschichtigen Ursachen und Folgen - können unsere Fähigkeit, sie zu verstehen, überfordern.
In diesem maßgeblichen neuen Buch geht Sa d Amir Arjomand bis in die Antike zurück, um eine einheitliche Theorie der Revolution vorzuschlagen. Revolution beleuchtet die Geschichten vormoderner Aufstände in der Antike, mittelalterlicher europäischer Revolten und jüngerer Ereignisse bis hin zum Arabischen Frühling 2011.
Arjomand kategorisiert Revolutionen in zwei Gruppen: solche, die das bestehende politische System und die Machtstruktur erweitern, und solche, die darauf abzielen, deren Autorität zu untergraben - aber paradoxerweise auch zu vergrößern -. Die Revolutionen der Vergangenheit können, so Arjomand, Aufschluss über die Ursachen der gegenwärtigen und zukünftigen Revolutionen geben: Solange zentralisierte Staaten mächtig bleiben, wird es Raum für eine stärkere und vielleicht gewaltsame Integration der politisch Entrechteten geben.