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Ring of Fire: High-Stakes Mining in a Lowlands Wilderness
Eine wertvolle Entdeckung unter dem zweitgrößten gemäßigten Feuchtgebiet der Welt und im traditionellen Land der Cree und Ojibway wirft ein Licht auf den wachsenden Konflikt zwischen Ressourcenentwicklung, Umweltschutz und den Rechten der Ureinwohner.
Als Prospektoren im Jahr 2007 unter den James Bay Lowlands im Norden Kanadas eine gigantische Sichel von Metallvorkommen entdeckten, löste dies einen Bergbau-Rausch aus, lockte ein großes amerikanisches Unternehmen an, das in dem abgelegenen Sumpfgebiet ein Vermögen ausgeben wollte, und zwang die Politiker, sich mit ihrer gesetzlichen Pflicht auseinanderzusetzen, die indigenen Völker bei der Erschließung ihrer traditionellen Gebiete zu konsultieren. Doch der milliardenschwere Ring of Fire wurde so gut wie aufgegeben, als es den Beteiligten trotz jahrelanger Verhandlungen und Hunderten von Millionen Dollar an Ausgaben nicht gelang, einen Konsens über die Erschließung des Caches zu erzielen. Jetzt entfachen Pläne für eine Allwetterstraße, die die Region an das Autobahnnetz anbinden soll, das Feuerwerk neu.
In dieser farbenfrohen Geschichte schöpft Virginia Heffernan aus ihren Erfahrungen im Busch und in der Redaktion, um die Komplexität der Ressourcenerschließung in einer Zeit zu veranschaulichen, in der die Rechte indigener Völker weltweit immer stärker verankert werden. Am Ende schlägt Heffernan einen hoffnungsvollen Ton an: Der Ring of Fire bietet Kanada die Chance, die jahrhundertelange Plünderung hinter sich zu lassen und den weltweiten Standard für die verantwortungsvolle Erschließung von Mineralien zu setzen, die für die grüne Energierevolution entscheidend sind.