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Risk, Choice, and Uncertainty: Three Centuries of Economic Decision-Making
Im Kern geht es in der Wirtschaftswissenschaft darum, Entscheidungen zu treffen. In der Geschichte des ökonomischen Denkens wurde großer intellektueller Aufwand betrieben, um exquisite Theorien zur optimalen Entscheidungsfindung in Situationen von Zwang, Risiko und Knappheit zu entwickeln.
Doch nicht alle unsere Entscheidungen sind rein logisch, und so gibt es seit langem Spannungen zwischen denjenigen, die die rationalen und irrationalen Seiten des menschlichen Verhaltens betonen. Die einen entwickeln formale Modelle der rationalen Nutzenmaximierung, die anderen stützen sich auf die Erkenntnisse der Verhaltenswissenschaft über unsere Neigung zu irrationalem Verhalten. In Risk, Choice, and Uncertainty (Risiko, Auswahl und Unsicherheit) bietet George G.
Szpiro eine neue Darstellung der drei Jahrhunderte währenden Geschichte des Studiums der Entscheidungsfindung, indem er nachzeichnet, wie sich entscheidende Ideen entwickelt haben, und die Geschichten der Denker erzählt, die das Gebiet geprägt haben. Szpiro untersucht die Wirtschaftswissenschaften von den Anfängen der Theorien, die auf anekdotischen Belegen beruhen, über den Aufstieg einer Disziplin, die auf eleganter Mathematik aufbaut, bis hin zum Interesse des letzten halben Jahrhunderts an der Beschreibung des tatsächlichen Verhaltens von Menschen.
Unter Berücksichtigung der Arbeiten von Locke, Bentham, Jevons, Walras, Friedman, Tversky und Kahneman, Thaler und einer Reihe anderer Denker beleuchtet er die enorme Bandbreite der Entdeckungen seit Bernoullis erstem Vorschlag zur Lösung des Petersburger Paradoxons. Mit der Darstellung grundlegender mathematischer Theorien in einer leicht verständlichen Sprache ist Risk, Choice and Uncertainty eine aufschlussreiche Geschichte für Leser, die den großen Bogen des wirtschaftlichen Denkens erfassen wollen.