Bewertung:

Das Buch „Round About Midnight“ von Eric Nisenson ist eine vielbeachtete Biografie der Jazzlegende Miles Davis, die für ihre Einblicke in seine Musik und seinen persönlichen Charakter gelobt wird. Der Autor schöpft aus persönlichen Erfahrungen mit Davis und bietet dem Leser eine lebendige Darstellung des Lebens und der Komplexität des Musikers, obwohl einige Leser anmerkten, dass bestimmte Perioden von Davis' Karriere zu kurz behandelt werden.
Vorteile:⬤ Ausgezeichnete Darstellung von Miles Davis als Musiker und Mensch.
⬤ Persönliche Anekdoten und Erinnerungen des Autors bereichern das Leseerlebnis.
⬤ Bietet tiefe Einblicke in den Charakter und die Karriere von Davis.
⬤ Nützliche Aktualisierungen in der überarbeiteten Ausgabe bieten neue Perspektiven.
⬤ Fesselnde und unterhaltsame Lektüre für Jazz-Fans.
⬤ In einigen Teilen fehlt es an Details, insbesondere zu bestimmten Perioden von Davis' Karriere.
⬤ Einige Fehler in der Dokumentation der Aufnahmesessions.
⬤ Möglicherweise nicht umfassend genug für Leser, die eine erschöpfende Biographie suchen, insbesondere in Bezug auf die Musik der 60er und 70er Jahre.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Round about Midnight: A Portrait of Miles Davis
Voller "Ich war dabei"-Geschichten, die die nächtlichen Gespräche von Jazz-Enthusiasten bereichern, aber selten zwischen den Buchdeckeln landen. Für jeden, der sich für Charlie Parker, Miles Davis, John Coltrane und den modernen Jazz interessiert, sollte dieses Buch Pflichtlektüre sein" - Robert Palmer, New York Times
Von 1975 bis 1981 zog sich der Jazz-Gigant Miles Davis vorübergehend aus der Musik zurück. Da er sich fast völlig zurückgezogen hatte, wusste niemand außerhalb eines sehr engen Kreises, was mit ihm geschah. Nur ein einziger Jazzautor konnte sich ihm in dieser Zeit nähern: Eric Nisenson. Von 1978 bis 1981 führte Nisenson Dutzende von Interviews mit Miles Davis und seinen Weggefährten. Das Ergebnis war 'Round About Midnight', ein fesselnder Bericht aus erster Hand über Miles' faszinierende und schwierige Karriere.
Von seinen Aufnahmen mit Charlie Parker und der Geburt des coolen Nonetts über das Coltrane-Quintett, die von Gil Evans arrangierten Meisterwerke der sechziger Jahre, das bahnbrechende Kind of Blue-Album, die Gruppe Shorter/Hancock/Carter/Williams und den Erfolg von Miles' Fusion-Aufnahmen in den siebziger Jahren verschmolz Miles' Persönlichkeit - kontemplativ, abrupt trotzig, stark, elegant - mit seiner Kunst zu einer der fesselndsten Legenden in der Geschichte der amerikanischen Musik. Während er sein Publikum aktiv verachtete, versuchte er, es zu erweitern, indem er Elemente anderer Musiken - Klassik, Flamenco, Rock, Funk - in seinen kompromisslosen Jazz einbezog. Diese widersprüchliche Kombination aus Verachtung und dem Wunsch nach Anerkennung sorgte sowohl in der Öffentlichkeit als auch im Privatleben für Kontroversen und führte zu Miles' langer selbst auferlegter Isolation.
Nisenson hat diese Isolation durchbrochen, und sein biografisches Porträt ist lebendig und aussagekräftig. Diese aktualisierte Ausgabe enthält ein neues Vorwort, neues Material über Miles in den achtziger Jahren und einen neuen Abschnitt mit Hörempfehlungen.