Bewertung:

Das Buch „Das russische Traumbuch“ von Gina Ochsner ist eine komplexe Darstellung des Lebens in einem baufälligen Wohnhaus im postsowjetischen Russland, in dem verschiedene Charaktere mit ihren Kämpfen inmitten von Armut, kulturellem Hintergrund und übernatürlichen Elementen konfrontiert werden. Der Schreibstil verbindet magischen Realismus mit tiefgründigen, introspektiven Passagen und poetischer Sprache und bietet dem Leser sowohl Humor als auch Herzschmerz. Es werden Themen wie Wahrheit, kulturelle Identität und die Auswirkungen der sozio-politischen Realität auf das Leben des Einzelnen untersucht.
Vorteile:⬤ Fesselnder und poetischer Schreibstil, der die Leser in seinen Bann zieht.
⬤ Einzigartige Charaktere mit reichen Hintergrundgeschichten und Perspektiven.
⬤ Verbindet erfolgreich magischen Realismus mit der Realität und regt so zum Nachdenken an.
⬤ Bietet eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen in Russland, was es relevant und aufschlussreich macht.
⬤ Von mehreren Rezensenten wegen seiner Komplexität und Kreativität sehr empfohlen.
⬤ Einige Leser fanden das Buch aufgrund der langen introspektiven Passagen schwierig und langsam zu lesen.
⬤ Die flache Charakterisierung einiger Antagonisten schmälert die Gesamtkomplexität der Erzählung.
⬤ Einige Leser merkten an, dass die kulturelle Darstellung, insbesondere aus russischer Sicht, unzureichend oder ungenau sein könnte.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Russian Dreambook of Color and Flight
In einem bröckelnden Wohnhaus im postsowjetischen Russland gibt es einen Geist, der nicht schweigen will.
Mircha ist vom Dach gestürzt und wurde nie richtig begraben, also bleibt er in der Nähe, um die Lebenden zu ärgern: seine Frau Azade; Olga, eine desillusionierte Übersetzerin/Zensorin für eine Militärzeitung; Juri, ein Armee-Veteran, der immer einen Fliegerhelm trägt; und Tanja, eine Studentin der Hoffnung, der Worte und der Farben.
Tanya trägt immer ein Notizbuch bei sich, in dem sie ihre Träume von der Liebe und der Flucht vor ihrem Job im Allrussischen Allkosmopolitischen Museum festhält, einem Ort, der eine fantastische und schreckliche Sammlung von Kunstimitaten beherbergt, die mit den vorhandenen Materialien geschaffen wurden, von Schaumstoff bis Kaugummi, von Eisstielen bis Tomatensaft. Als der Direktor des Museums von einer amerikanischen Gruppe hört, die Kunst in Russland finanzieren will, sieht es so aus, als ob Tanya ihre Chance auf ein besseres Leben bekommen könnte, wenn sie sie nur vom Wert der Sammlung überzeugen kann. Mit der Hilfe ihrer Nachbarn versucht Tanya, ihre Träume zu retten, und entdeckt dabei, dass die Liebe vielleicht schon die ganze Zeit in ihrem eigenen Hof auf sie gewartet hat.