
Russia, 1762-1825: Military Power, the State, and the People
Dieses wichtige Buch befasst sich mit dem Russischen Reich auf dem Höhepunkt seiner militärischen Macht und seines Erfolgs (1762-1825) und untersucht, wie ein Land, das keine offensichtlichen Merkmale der Modernisierung aufwies, sein Territorium erheblich erweitern konnte. Die militärischen und maritimen Siege Russlands gipfelten im triumphalen Einzug der russischen Streitkräfte in Paris im Jahr 1814 zur Feier des Sieges über Napoleon.
Hartley behandelt viele Aspekte des russischen Staates und der Gesellschaft - nicht nur Fragen der Rekrutierung, sondern auch die institutionellen, rechtlichen und steuerlichen Strukturen des Staates, die Besonderheit der russischen Industrialisierung und die soziale Organisation auf städtischer und dörflicher Ebene sowie die Auswirkungen auf das kulturelle Leben. Sie behandelt die Regierungszeit von zwei der bedeutendsten Herrscher Russlands: Katharina II. (1762-1796) und Alexander I.
(1801-25). Wie konnte ein Land ohne modernisierte Strukturen - politisch, institutionell, sozial, fiskalisch, wirtschaftlich, industriell und kulturell - ein solches Maß an militärischen Anstrengungen aufrechterhalten und das größte stehende Heer Europas unterhalten? Welche Auswirkungen hatte die Belastung durch diesen Einsatz von Männern und Geld, einschließlich der Invasion von 1812, auf den Staat und die Gesellschaft - insbesondere auf diejenigen, die entweder eingezogen wurden oder deren Angehörige zurückließen? Trotz des Erfolgs des russischen Staates waren die Belastungen ab 1825 kaum noch tragbar.