Bewertung:

Das Buch von Benjamin Ross taucht tief in die Komplexität der Zersiedelung der Vorstädte ein und zeigt auf, wie sozialer Status und politische Kräfte die Stadtentwicklung beeinflussen. Es verbindet historische Zusammenhänge mit persönlichen Anekdoten und soll zu einer besseren Stadtplanungspolitik anregen und informieren. Während das Buch für seine gründliche Recherche und seine anregenden Einsichten gelobt wird, ist es wegen seiner politischen Voreingenommenheit und einiger sich wiederholender Inhalte kritisiert worden.
Vorteile:Gründliche Untersuchung der Ursachen und Folgen der Zersiedelung der Vorstädte, angereichert mit Ross' umfassenden Kenntnissen und Recherchen.
Nachteile:Fesselnde Erzählung, die persönliche Geschichte mit politischen und sozialen Kommentaren verbindet.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Dead End: Suburban Sprawl and the Rebirth of American Urbanism
Mehr als fünf Jahrzehnte sind vergangen, seit Jane Jacobs ihren Klassiker The Death and Life of Great American Cities geschrieben hat, und seit eine Schlagzeile auf der Titelseite der New York Times lautete: "Cars Choking Cities as 'Urban Sprawl' Takes Over". Doch die Zersiedelung hält an, und das nicht aus Versehen. Sie geschieht aus einem bestimmten Grund.
Als Aktivist und Wissenschaftler ist Benjamin Ross in einer einzigartigen Position, um die Gründe dafür zu diagnostizieren. Dead End zeichnet nach, wie das Ideal eines sicheren, grünen, geordneten Rückzugsortes, an dem hart arbeitende Angehörige der Mittelschicht ihre Kinder fernab der Stadt aufziehen konnten, zu den heutigen Vorstädten mit McMansion- und Strip-Mall-Bauten mutierte. Ross stellt fest, dass die Zersiedelung viel mehr ist als schlechte Architektur und schlampige Planung. Ihre Wurzeln sind historisch, soziologisch und wirtschaftlich. Er nutzt diese Erkenntnisse, um eine praktische Strategie für Veränderungen zu entwerfen, die er durch seine Erfahrung als Leiter der größten Basisorganisation für den Massentransit in den Vereinigten Staaten verfeinert hat. Die Probleme des intelligenten Wachstums, der Nachhaltigkeit, des Verkehrs und des erschwinglichen Wohnraums, so argumentiert er, sind miteinander verflochten und müssen als Ganzes gelöst werden. Die beiden Schlüssel zur Schaffung besserer Lebensräume sind der Ausbau des Schienenverkehrs und eine wirklich demokratische Kontrolle der Flächennutzung.
In Dead End geht es letztlich um die Orte, an denen wir unser Leben verbringen. Es ist sowohl eine fesselnde Geschichte der Vorstädte als auch ein unschätzbarer Leitfaden für den Urbanisten von heute und wird jedem, der sich dafür interessiert, wie die Amerikaner tatsächlich leben, als Fibel dienen.