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Sandalwood and Carrion: Smell in Indian Religion and Culture
James McHugh bietet die erste umfassende Untersuchung der Konzepte und Praktiken im Zusammenhang mit Gerüchen im vormodernen Indien. Anhand eines breiten Spektrums von Textquellen, von der Poesie bis zu medizinischen Texten, zeigt er die bedeutende religiöse und kulturelle Rolle des Geruchs in Indien während des ersten Jahrtausends n. Chr. auf.
McHugh beschreibt die an Königshöfen, Tempeln und Klöstern entwickelte Kunst der Parfümherstellung, die mit dem Handel mit exotischen Aromastoffen verbunden war. Aufgrund ihrer verwandelnden Wirkung spielten Parfums in jedem Aspekt des indischen Lebens eine wichtige Rolle, von der Verführung bis hin zur Diplomatie und Religion. Die Ästhetik der Düfte bestimmte viele der Materialien, Praktiken und Zeremonien, die mit der religiösen Kultur Indiens verbunden waren. McHugh zeigt, wie religiöse Diskurse über den Sinn des Lebens die Sinnesfreuden, einschließlich der Geruchserfahrung, als gültigen Selbstzweck hervorheben. Düfte und Gerüche wurden mit bestimmten ästhetischen oder ethischen Werten gleichgesetzt, und in einem System, in dem die karmischen Folgen oft sinnliche Auswirkungen hatten - in dem das Böse buchstäblich stank -, waren ethische und ästhetische Werte schwer zu unterscheiden. Durch das Studium des Geruchs stärkt McHugh unser Verständnis für die lebenswichtige Verbindung zwischen der theologischen und der physischen Welt.
Sandelholz und Aas erforscht den Geruch im vormodernen Indien aus verschiedenen Blickwinkeln und behandelt Themen wie philosophische Darstellungen der Geruchswahrnehmung, Gerüche in der Literatur, die Geschichte der Parfümerie in Indien, die Bedeutung von Sandelholz im Buddhismus und das göttliche Opfer von Parfüm an die Götter.