Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende Untersuchung der Gesetze und Fragen im Zusammenhang mit Sexualstraftätern, wobei der Schwerpunkt auf dem zivilrechtlichen Engagement und den verfassungsmäßigen Rechten liegt. Es wird für seine Gründlichkeit und aufschlussreiche Analyse gelobt.
Vorteile:Gründliche Darstellung von Gesetzen und Beschränkungen für Sexualstraftäter, hervorragende wissenschaftliche Erkenntnisse, Einblicke in Hörensagen und Beweisregeln, vom Rezensenten sehr empfohlen.
Nachteile:Es werden keine empirischen Daten oder von Fachleuten geprüfte Studien vorgelegt; einige Leser könnten das Fehlen von Beweisen zur Untermauerung von Behauptungen als Nachteil empfinden.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Shaming the Constitution: The Detrimental Results of Sexual Violent Predator Legislation
Verurteilte Sexualstraftäter werden mehr verunglimpft, von den Medien falsch dargestellt und es ist wahrscheinlicher, dass ihnen grundlegende Menschenrechte verweigert werden als jeder anderen Bevölkerungsgruppe. Die Autoren Michael Perlin und Heather Cucolo stellen die Intentionen der Gesetze für Sexualstraftäter in Frage und bieten neue Ansätze für diesen äußerst komplexen (und umstrittenen) Bereich des Rechts und der Sozialpolitik.
Die Autoren behaupten, dass Gesetze und Maßnahmen für Sexualstraftäter verfassungswidrig und kontraproduktiv sind. Die Gesetzgebung trägt kaum zur öffentlichen Sicherheit bei und ruiniert sogar Leben für in manchen Fällen triviale Vergehen. Shaming the Constitution stützt sich auf die Rechtswissenschaft, die Verhaltenswissenschaften und andere Disziplinen, um zu zeigen, dass viele der „Lösungen“ zur Bestrafung von Sexualstraftätern „falsch“ sind, da sie die repressivsten und nutzlosesten Gesetze schaffen.
Die Autoren zeichnen nicht nur die Geschichte der Gesetze für Sexualstraftäter nach, sondern befassen sich auch mit dem Fall Jesse Timmendequas, dessen Verbrechen den Anstoß zu „Megan's Law“ gab, mit der Rolle der Medien bei der Schaffung einer „moralischen Panik“, mit Rückfallstatistiken und Behandlungsmethoden sowie mit internationalen Menschenrechtsgesetzen. Letztlich machen sie auf die Mängel des Systems aufmerksam, damit wir Lösungen finden können, die zur öffentlichen Sicherheit beitragen, ohne die verfassungsrechtlichen Grundsätze zu verhöhnen.