
Divorce: Accepting Imperfect Solutions to Imperfect Problems
Es gibt zwei Möglichkeiten, wie sich scheidende Eheleute das Recht zunutze machen können. Die erste, die von Scheidungsanwälten angewandt wird, besteht darin, das Recht als Waffe in einem juristischen Tauziehen einzusetzen, bei dem es einfach darum geht, so viel wie möglich zu bekommen und so wenig wie nötig zu geben.
Die andere Methode, die von Scheidungsmediatoren angewandt wird, besteht darin, das Recht als gemeinsamen Rahmen zu nutzen, an dem sich die Eheleute orientieren können, um eine Einigung zu erzielen. Natürlich wird ein Scheidungsanwalt das Unternehmen nicht in diesem Sinne bezeichnen. Vielmehr wird er sagen, dass es darum geht, ihre Rechte zu sichern und eine faire und gerechte Vereinbarung zu treffen.
Leider wird er damit falsche Erwartungen wecken, auf die dann eine ebenso große Enttäuschung folgen wird. Dieses Buch verfolgt einen doppelten Zweck.
Erstens soll es Scheidungswilligen helfen, dies besser zu verstehen, damit sie nicht zulassen, dass Scheidungsanwälte sie auf einen Irrweg schicken, der ins Leere führt. Zweitens sollen sie in die Lage versetzt werden, das zu erkennen und zu akzeptieren, was der Scheidungsanwalt mit seiner Augenwischerei verbergen will, nämlich dass es nicht möglich ist, perfekte Lösungen für unvollkommene Probleme zu finden.
Im Gegensatz zu dem, was Scheidungsanwälte ihnen weismachen wollen, findet ihre Scheidung nicht in einer anderen Welt statt als ihre Ehe. Sie findet in derselben Welt statt, und diese Welt ist eine Welt der unvermeidlichen Zwänge und der menschlichen Grenzen.