Bewertung:

Das Buch untersucht die Herausforderungen, denen amerikanische Familien in Bezug auf Ernährung, Gesundheit und sozioökonomische Faktoren gegenüberstehen. Es erzählt Geschichten von verschiedenen Familien, die mit Ernährungsunsicherheit zu kämpfen haben, und veranschaulicht das komplexe Zusammenspiel zwischen Ernährungsentscheidungen, kultureller Identität und wirtschaftlichen Einschränkungen. Obwohl das Buch wertvolle Einblicke in diese sozialen Probleme bietet, empfinden einige Leser es als überwältigend oder es fehlt an Lösungsvorschlägen.
Vorteile:⬤ Bietet einen tiefen und einfühlsamen Einblick in die Kämpfe einkommensschwacher Familien mit unsicherer Ernährung.
⬤ Gut recherchiert mit Verweisen auf bestehende Studien und soziale Themen.
⬤ Fesselnde Geschichten aus dem wirklichen Leben, die allgemeine gesellschaftliche Probleme und persönliche Herausforderungen veranschaulichen.
⬤ Zeigt die Komplexität der Lebensmittelauswahl über die reine Ernährung hinaus auf, einschließlich kultureller und familiärer Aspekte.
⬤ Wirft wichtige Fragen zu den gesellschaftlichen Systemen auf, die den Zugang zu Lebensmitteln und die Belastung von Frauen beeinflussen.
⬤ Viele Leser finden das Buch zu deprimierend oder nicht aufmunternd genug.
⬤ Einige sind der Meinung, dass es eher ein Bewusstsein für die Probleme schafft, als dass es umsetzbare Lösungen bietet.
⬤ Die Erzählung konzentriert sich zu sehr auf Anekdoten, was zu Frustration bei denjenigen führt, die eine tiefgreifende Analyse wünschen.
⬤ Die Kritik an der Hausmannskost wird nicht durch einen starken alternativen Standpunkt oder praktische Ratschläge unterstützt.
⬤ Nicht jeder ist mit der progressiven Ausrichtung oder der Darstellung von Themen einverstanden, was zu gemischten Gefühlen bei konservativen Lesern führt.
(basierend auf 23 Leserbewertungen)
Pressure Cooker: Why Home Cooking Won't Solve Our Problems and What We Can Do about It
Die Ernährung steht im Mittelpunkt der nationalen Debatten über die Lebensweise der Amerikaner und die Zukunft des Planeten. Nicht alle sind sich einig darüber, wie wir unser Verhältnis zu Lebensmitteln reformieren können, aber ein Vorschlag erhebt sich aus dem Getöse: Wir müssen zurück in die Küche gehen. Inmitten der Besorgnis über steigende Fettleibigkeits- und Diabetesraten, unaussprechliche Inhaltsstoffe und den ökologischen Fußabdruck der industriellen Landwirtschaft fordern Ernährungsreformer die Eltern auf, sich zu entschleunigen, selbst zu kochen und sich an den Esstisch zu setzen. Sie argumentieren, dass das Essen zu einer Priorität wird, die zu glücklicheren und gesünderen Familien führt. Aber ist es wirklich so einfach?
In diesem fesselnden und wunderschön geschriebenen Buch nehmen uns Sarah Bowen, Joslyn Brenton und Sinikka Elliott mit in die Küchen von neun Frauen, um die komplizierte Geschichte zu erzählen, die es braucht, um eine Familie heute zu ernähren. Alle diese Mütter lieben ihre Kinder und wollen, dass sie gut essen. Aber ihre Küchen sind nicht gleich. Von Kakerlakenbefall und knappen Budgets bis hin zu wählerischen Essern und widersprüchlichen Ernährungsempfehlungen - Pressure Cooker zeigt, wie moderne Familien mit hohen Erwartungen und tief sitzenden Ungleichheiten kämpfen, wenn es darum geht, Essen auf den Tisch zu bringen.
Auf der Grundlage umfangreicher Interviews und Feldforschungen in den Häusern und Küchen verschiedener amerikanischer Familien stellt Pressure Cooker die Logik der populärsten Foodie-Mantras unserer Zeit in Frage und zeigt, wie sie am Ziel vorbeigehen und Eltern und Kinder vor den Kopf stoßen. Romantische Bilder von Familienmahlzeiten sind einladend, aber sie schaffen eine Fiktion, die wenig dazu beiträgt, die Probleme des Ernährungssystems zu lösen. Die unvergesslichen Geschichten in diesem Buch veranschaulichen auf eindrucksvolle Weise, wie Klassenungleichheit, Rassismus, Sexismus und Fremdenfeindlichkeit am Esstisch aufeinandertreffen. Wenn wir ein Lebensmittelsystem wollen, das fair, gerecht und nahrhaft ist, müssen wir außerhalb der Küche nach Antworten suchen.