Bewertung:

Das Buch „Shocking Paris“ von Stanley Meisler ist eine fesselnde und gut recherchierte Erzählung über die jüdischen Malereieinwanderer des Pariser Montparnasse-Viertels in den 1920er und 1930er Jahren, mit besonderem Augenmerk auf Chaim Soutine und Marc Chagall. Es verwebt historische Zusammenhänge, persönliche Geschichten und die Auswirkungen der Weltkriege und bietet dem Leser sowohl fesselnde Kunstgeschichte als auch persönliche Einblicke in das Leben dieser Künstler. Während viele Leser das Buch als inspirierend und informativ empfanden, bemängelten einige, dass es zu dicht sei und Abbildungen der besprochenen Kunstwerke fehlen könnten.
Vorteile:⬤ Gut recherchierter und fesselnder Schreibstil
⬤ Bietet ausführliche Informationen über Künstler wie Chaim Soutine und Marc Chagall
⬤ Veranschaulicht den historischen Kontext der Kunstszene
⬤ Inspirierende Erzählung, die das Interesse am Besuch verwandter Kunststätten weckt
⬤ Bietet persönliche Einblicke und detaillierte Geschichten über die Künstler und ihre Kämpfe.
⬤ Einige Leser fanden, dass das Buch nicht schnell zu lesen war
⬤ Begrenzte visuelle Bezüge zu den Werken der Künstler im Text
⬤ Der starke Fokus auf Chaim Soutine könnte andere Figuren überschatten
⬤ Einige fanden das Buch durchschnittlich oder zu akademisch.
(basierend auf 40 Leserbewertungen)
Shocking Paris: Soutine, Chagall and the Outsiders of Montparnasse
Einige Jahrzehnte vor dem Zweiten Weltkrieg dominierte eine Gruppe von eingewanderten Malern und Bildhauern, darunter Amedeo Modigliani, Marc Chagall, Chaim Soutine und Jules Pascin, die neue Kunstszene von Montparnasse in Paris.
Die Kunstkritiker gaben ihnen den Namen „Pariser Schule“, um sie von den in Frankreich geborenen (und weniger talentierten) jungen Künstlern dieser Zeit abzugrenzen. Modigliani und Chagall erlangten schließlich eine enorme weltweite Popularität, aber in jenen frühen Tagen betrachteten die meisten Maler der Pariser Schule Soutine als ihren talentiertesten Zeitgenossen.
Willem de Kooning erklärte Soutine zu seinem Lieblingsmaler, und Jackson Pollack schätzte ihn als einen wichtigen Einfluss. Soutine kam nach Paris, als viele Maler mit dem Kubismus experimentierten, aber er hatte keine Zeit für Trends und Moden; wie seine Kunst war Soutine intensiv, dämonisch und heftig. Nach der Niederlage Frankreichs gegen Hitlerdeutschland waren die osteuropäischen jüdischen Einwanderer, die in Frankreich Zuflucht gesucht hatten, nicht mehr sicher.
In ständiger Angst vor der französischen Polizei und der deutschen Gestapo, geplagt von schlechter Gesundheit und Depressionen, war Soutine der Inbegriff des gequälten Künstlers. In Shocking Paris wird das kurze, dramatische Leben eines der einflussreichsten Künstler des zwanzigsten Jahrhunderts detailreich dargestellt.