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Sixty Miles Upriver: Gentrification and Race in a Small American City
Ein ungeschminktes Porträt der Gentrifizierung in einer unterprivilegierten, mehrheitlich von Minderheiten bewohnten Kleinstadt
Newburgh ist eine kleine postindustrielle Stadt mit etwa achtundzwanzigtausend Einwohnern, die sechzig Meilen nördlich von New York City im Hudson River Valley liegt. Wie viele andere Städte ähnlicher Größe in ganz Amerika ist sie nach jahrzehntelangem Niedergang von Armut und Kriminalität geplagt und bietet ihren überwiegend aus Minderheiten bestehenden Einwohnern nur wenige Möglichkeiten. Sixty Miles Upriver erzählt, wie die Gentrifizierung von Newburgh begann, und beschreibt, was passiert, wenn weiße Kreativschaffende nach rassisch vielfältigen Gemeinden der Arbeiterklasse suchen, und zeigt, wie die Gentrifizierung zunehmend außerhalb der großen Stadtzentren an Orten stattfindet, wo sie sich auf neue Weise entfaltet.
Da der Wohnungsmarkt in New York City selbst für die Mittelschicht zu teuer wird, ziehen viele Städter aus den Vororten in kleinere Städte wie Newburgh, wo Wohnungen erschwinglich und historisch gewachsen sind. Richard Ocejo nimmt den Leser mit in das Leben dieser Neuankömmlinge und untersucht, wie sie mit den rassischen Unterschieden und der Ungleichheit unter den weit weniger privilegierten Einwohnern Newburghs umgehen. Er zeigt, wie die an der Wiederbelebung der Stadt Beteiligten sich selbst und die Gentrifizierung in ein positives Licht rücken, um die von ihnen verursachte Verdrängung von Minderheitengruppen zu mildern.
Als intime Erkundung des moralischen Dilemmas, das der Gentrifizierung zugrunde liegt, erklärt Sixty Miles Upriver, wie fortschrittliche weiße Gentrifizierer umstrittene städtische Veränderungen als moralisch gut rechtfertigen und wie ihre Handlungen tiefgreifende und dauerhafte Folgen für gefährdete Bewohner der Farbigen haben.