Bewertung:

Das Buch bietet eine solide Einführung in die Geschichte des Millennialismus und bietet originelle Beobachtungen und einen ansprechenden Überblick über bedeutende Bewegungen im Laufe der Jahrhunderte, auch wenn es einige faktische Ungenauigkeiten und Interpretationen enthält, die vielleicht nicht alle Gelehrten zufriedenstellen.
Vorteile:⬤ Gut lesbare und zugängliche Schrift
⬤ interessante originelle Einsichten
⬤ umfassender Überblick über den Millennialismus
⬤ geeignet für ein allgemeines Publikum und für Bildungszwecke.
⬤ Enthält einige Fehler in den Daten und kleine sachliche Ungenauigkeiten
⬤ Interpretationen stimmen vielleicht nicht mit allen wissenschaftlichen Ansichten überein
⬤ manche finden das Thema deprimierend.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Longing for the End: A History of Millennialism in Western Civilization
Jonestown, Waco und Heaven's Gate klingen im Bewusstsein der Menschen von heute genauso nach wie Masada oder der Berg Tabor im Bewusstsein der Menschen von damals.
Die Mitglieder dieser Bewegungen glaubten, dass das Ende der Welt nahe sei und dass sie durch Gewalt oder Selbstmord dafür sorgen müssten, dass es eintritt. Frederic Baumgartner erforscht die lange, oft gewalttätige Geschichte des Millennialismus, wie er die westliche Zivilisation beeinflusst hat.
Von den alten Zoroastriern bis zu den besorgten Christen von 1998 hat der Glaube an das bevorstehende Ende der Welt und das Kommen des neuen Zeitalters Hunderte von Sekten und Kulten motiviert, von denen einige in einer Orgie der Gewalt ausbrachen und zu einem dauerhaften Bestandteil der westlichen Geschichte wurden.