Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
Sex and the Planet: What Opt-In Reproduction Could Do for the Globe
Was wäre, wenn die menschliche Fortpflanzung immer freiwillig wäre? Ein prominenter Bioethiker spekuliert über die Möglichkeiten - und die wahrscheinlichen Folgen.
Wie sähe die Welt aus, wenn alle Schwangerschaften gewollt und nicht ungewollt wären, wie es heute fast die Hälfte der Fälle sind? Wesentlich besser, schlägt Margaret Pabst Battin in Sex and the Planet vor, einem provokanten Gedankenexperiment mit weitreichenden Auswirkungen auf die reale Welt. Viele der ärgerlichsten und scheinbar unlösbaren Probleme der Welt beginnen mit Sex - wenn Spermien auf Eizellen treffen, wie Battin es ausdrückt - Abtreibung, Schwangerschaft bei Jugendlichen, Risikoschwangerschaften, sexuelle Gewalt, Bevölkerungswachstum und -rückgang. Sex and the Planet überdenkt die reproduktiven Rechte und entlarvt unsere vielen falschen Annahmen über Sex und bietet ein optimistisches Bild davon, wie wir diese Probleme lösen könnten - indem wir ungewollte Schwangerschaften mit den derzeit verfügbaren Methoden drastisch einschränken.
Wie wir dieses Bild sehen - als Empfehlung, Vorhersage, utopische Fantasie, totalitäres Komplott, hypothetische Vermutung oder realistische Lösung - hängt in hohem Maße davon ab, welche der dreizehn problematischen Annahmen wir aufrechterhalten, Annahmen, die Battin aufzeigt und in Frage stellt. Indem sie heikle Themen wie Abtreibung und Vergewaltigung sowie religiöse Fragen im Zusammenhang mit der Empfängnisverhütung aufgreift, zeigt sie, wie ein informierter, nicht ideologischer Ansatz viele der Reibereien entschärfen könnte, die solche Themen gewöhnlich hervorrufen. Indem sie sich mit der männlichen Empfängnisverhütung und der Asymmetrie der weiblichen und männlichen Fortpflanzungskontrolle befasst, bezieht sie auch die 50 Prozent der Ethnie ein - die Menschen mit Y-Chromosomen -, die bei Diskussionen über die reproduktive Gesundheit weitgehend außen vor bleiben. Sex and the Planet nimmt schließlich eine globale Perspektive ein und lädt uns ein, eine mögliche - sogar plausible - reproduktive Zukunft zu betrachten.