
Wartime Sexual Violence against Men: Masculinities and Power in Conflict Zones
Fälle von sexueller Gewalt gegen Männer sind in einer Vielzahl von Konflikten und Kriegen, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart, dokumentiert worden.
Trotz dieser zunehmenden empirischen Belege gibt es immer noch einen Mangel an Analysen zu dieser Art von Gewalt, was in krassem Gegensatz zu der reichhaltigen Literatur steht, die sich mit sexueller Gewalt gegen Frauen befasst. Auf der Grundlage einer Feldforschung, die vor allem in der Region der Großen Seen in Afrika durchgeführt wurde, schlägt dieses Buch vor, sexuelle Gewalt gegen Männer in Kriegszeiten als einen performativen geschlechtsspezifischen Akt zu betrachten, der aus derselben Logik herrührt, die auch der sexuellen Gewalt gegen Frauen zugrunde liegt, und der eine geschlechtsspezifische soziale Hierarchie (wieder-)bestätigt.
Das Buch untersucht die Muster der sexuellen Gewalt gegen Männer in Kriegszeiten und stellt die Geschichten von Überlebenden, aber auch von Tätern vor. Das Buch analysiert den Kontext, in dem diese Art von Gewalt verstanden, erzählt, aber auch angegangen werden kann, entweder durch Unterstützungsprogramme für Überlebende oder durch rechtliche Mittel.