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Shakespeare and the Cultivation of Difference: Race and Conduct in the Early Modern World
Shakespeare and the Cultivation of Difference (Shakespeare und die Kultivierung von Unterschieden) zeigt die Beziehung zwischen Rassendiskriminierung und dem Kampf um soziale Mobilität in der frühen Neuzeit auf.
Durch die Lektüre von Shakespeares Stücken in Verbindung mit zeitgenössischer Verhaltensliteratur - Ratgebern zur Selbstverbesserung - zeigt dieses Buch, wie das Streben nach persönlicher Verbesserung durch die gleichzeitige Stigmatisierung bestimmter Arten von Differenz erreicht wurde. Der weit verbreitete Glaube, man könne sich durch richtiges Verhalten verbessern oder kultivieren, ging einher mit dem ebenso weit verbreiteten Glauben, dass bestimmte Merkmale (einschließlich, aber nicht beschränkt auf "Schwarzsein") auf die Unfähigkeit hinweisen, sich richtig zu verhalten, und legte damit den Grundstein für das, was wir heute "Rassismus" nennen.
Eine sorgfältige Lektüre von Shakespeares Stücken offenbart eine wiederkehrende Kritik am Verhaltenssystem, die beispielsweise von Unzufriedenen und sozialen Aufsteigern wie Jago und Caliban geäußert wird und sich in den Kämpfen ernsthafter Streber wie Othello, Bottom, Dromio von Ephesus und Dromio von Syrakus niederschlägt, deren Körper gequetscht, gekniffen, geschwärzt und anderweitig unauslöschlich als unkultivierbar gezeichnet sind. Durch die Annäherung an die Rasse über den Diskurs des Verhaltens deckt dieser Band nicht nur die epistemische Gewalt gegenüber stigmatisierten Anderen auf, die im Zentrum der Selbstkultivierung steht, sondern trägt auch zu einer breiteren Definition von Rasse bei, die in neueren Studien über interkulturelle Begegnungen, Kolonialismus und die globale Welt der frühen Neuzeit entstanden ist.