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Security and Development in Global Politics: A Critical Comparison
Sicherheit und Entwicklung sind von großer Bedeutung: Oft geht es um Leben und Tod, und sie entscheiden über die Zuteilung von wahrhaft gigantischen Mengen an Ressourcen in der Welt. Vor allem seit Beginn der Kriege in Afghanistan und im Irak gibt es in politischen Kreisen Bestrebungen, die Themen Sicherheit und Entwicklung zu verschmelzen, um Konflikte zu beenden, dauerhaften Frieden zu schaffen, schwächelnde Staaten zu stärken und die Voraussetzungen für ein gesünderes und wohlhabenderes Leben zu schaffen.
In vielerlei Hinsicht scheint diese Verschmelzung von Sicherheits- und Entwicklungsagenden bewundernswert und darauf ausgerichtet, rundum positive Ergebnisse zu erzielen. Häufig ist es jedoch so, dass die beiden Konzepte in ihrer Kombination nicht gleichwertig sind und Sicherheitsfragen Vorrang vor Entwicklungsbelangen haben. Dies ist nicht wünschenswert und untergräbt auf lange Sicht die Sicherheit. Darüber hinaus gibt es in der Praxis große Herausforderungen, wenn Sicherheitsfachleute und Entwicklungsfachleute aufgefordert werden, sich auf Prioritäten zu einigen und zusammenzuarbeiten.
Sicherheit und Entwicklung in der globalen Politik beleuchtet die Gemeinsamkeiten, aber auch die erheblichen Unterschiede zwischen Sicherheits- und Entwicklungsagenden und Problemlösungsansätzen. Anhand von aufschlussreichen Kapitelpaaren, die jeweils von einem Entwicklungsexperten und einem Sicherheitsanalytiker verfasst werden, untersucht das Buch sieben internationale Kernthemen: Hilfe, humanitäre Hilfe, Regierungsführung, Gesundheit, Armut, Handel und Ressourcen sowie Demografie. Anhand dieser vergleichenden Struktur bewertet das Buch auf effektive Weise, inwieweit es tatsächlich eine Verbindung zwischen Sicherheit und Entwicklung gibt und, was am wichtigsten ist, ob diese Verbindung gefördert oder bekämpft werden sollte.