
Slavery and Sexuality in Classical Antiquity
Sklaverei und Sexualität in der antiken Welt sind für sich genommen gut erforscht, doch nur selten wurden sie gemeinsam untersucht. Dieser Band ist der erste, der die verschiedenen Rollen untersucht, die Sex im Leben der versklavten Menschen in der Antike über die Prostitution hinaus spielte, und bringt Wissenschaftler aus Griechenland und Rom zusammen, um wichtige und komplexe Themen zu erörtern.
Die Kapitel befassen sich mit einer Fülle von Kunst, Literatur und Dramen, um ein breites Spektrum von Themen zu analysieren, darunter geschlechtsspezifische Machtdynamiken, sexuelle Gewalt in Sklavenaufständen, gleichgeschlechtliche Beziehungen zwischen freien und versklavten Menschen und die Rolle der Opfer von Übergriffen. Sklaverei und Sexualität in der klassischen Antike offenbart die oft verborgenen und widersprüchlichen Einstellungen zu den sexuellen Identitäten und Ausdrucksformen von versklavten Menschen. Diese Menschen wurden in der Regel sowohl durch soziale Konventionen als auch durch gesetzliche Bestimmungen objektiviert, aber auch als menschliche Subjekte mit eigener Subjektivität und eigenen sexuellen Wünschen anerkannt.
Die Beiträge werfen wertvolle und faszinierende Fragen auf, die nicht nur das Trauma und die Kämpfe der versklavten Menschen erkennen lassen, sondern auch auf die offensichtlichen Widersprüche in der Denkweise der Versklavten hinweisen. Das Ergebnis ist ein Band, der unser Verständnis von Sexualität und Sklaverei im antiken Griechenland und Rom erweitert, sowohl als eigenständige Themen als auch in ihrer gegenseitigen Beeinflussung.